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Die Kellerspinne
Autor: Jürgen Menzel
Eingestellt am: 12.02.2003
Seite 2 von 2

Wo sie frher nie behaart, ziert sie jetzt ein Damenbart.
Auf dem Po und an den Haxen pltzlich rote Haare wachsen.
Abgerundet wird das Ganze mit `ner langen Fhlerlanze,
die sie frher nie besessen; erst nach dem Kartoffelessen!

Hocherfreut wie eine Dame, der man neuen Schmuck geschenkt,
steht die Gundel vor dem Spiegel, hat sich fast den Hals verrenkt.
Voll berauscht von ihrer Schnheit, geht sie es noch einmal an,
die Kartoffeln aufzusuchen, die so Gutes angetan.
Mit der nchsten Gen-Aufnahme will sie noch was korrigieren,
des Gesichtes Altersfalten, die nun wirklich nicht grad zieren.

Eilig flitzt sie zu den Knollen, die genetisch hochverseucht,
neue Jugend bringen sollen, doch ab jetzt wird sie enttuscht.
Statt im Aussehn etwas schicker, wird die Gundel immer dicker.
So kommt aus der Hilfs-Tarantel, durch genetisch derben Wandel,
eine neue Art ins Leben, die es bisher nie gegeben.
Ihre Falten sind gebannt, weil die Haut ganz mchtig spannt.

Zu der Gre ihres Krpers kriegt die Gundel auch noch Kraft,
hat zum Zweck der Wegersparnis Futter Richtung Bau geschafft.
Dort bereitet sie ein Lager in gewohnter Huslichkeit,
leider wird es immer enger, denn der Hintern ist zu breit!
Ringsum stt sie an die "Mbel", schwierig wird`s bei jedem Schritt,
letztens nahm sie mit dem Hintern ihre eigne Haustr mit.

In der Folge der Behaarung klappt es nicht mehr mit der Paarung.
Gundels Freund, der zu Besuch, brummte nur noch einen Fluch,
als er brnstig und erhitzt, sich in ihrem Fell verfitzt.
Und zum Ende der Geschichte bleibt die Gundel kinderlos.
Auch dem grten Spinnenmnnchen ist die Dame noch zu gro.
Nicht zu dick und nicht zu dnne, muss das liebe Weibchen sein.
Denkt beim Essen an die Gundel, - keine Gen-Kartoffeln - nein!


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