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(99)
Am 30.06.2005 um 23:06 Uhr schrieb Stefan aus berlin (staff89berlin@gmx.de):

Hallo, ich bin zwar kein Polizeipoet, aber ich habe hnliche Erfahrungen whrend meiner Bundeswehrzeit gemacht.
Menschen die man kennt, zu verlieren,ist nie einfach;das kann ich aus eigener Erfahrung besttigen.
Einen Text aus dem Erfahrenen zu zu konstruieren, halte ich fr sehr mutig.Wenn es den Leser interessiert,mchte ich an dieser Stelle meine eigenen Erfahrungen einbringen.
Eigentlich gibt fr diese Erfahrungen keine "berschrift",
sie passieren einfach ohne das wir irgend etwas dagegen tun knnten,der Betrachter als auch der Akteur sind zum Voyeurismus verdammt.
Geschichten,die das Leben erzhlen:

Es geschieht jeden Tag,berall auf diesem Planeten;Menschen sterben ohne ersichtlichen Grund.

Es war ein warmer Julitag in Kabul,man sprte diese Wrme schon beim Aufwachen,diese erdrckende Hitze,die Einem schon fast den Verstand zu rauben drohte,aber jeden Tag ihre Vollendung fand.
Ich war zu einem routinemen berwachungsflug eingeteilt,eigentlich keine Besonderheit.
Briefing um 0800,Erluterung der Lage;keine Besonderheiten im Patroulliengebiet,beziehen der Funktionen.In meinem Falle Bordschtze.
Kurze Unterhaltung mit den Piloten ber Route,Auftrag und Sinn der Mission.
Da wir schon fter miteinander geflogen sind,fallen nicht viele Worte.
Und schon geht es los,wir beschleunigen auf 260 KM/H und halten uns in Bodennhe.
Die Piloten (Oberleutnant und Hauptmann)
geben den Befehl zum fertigladen der Waffen, was von mir sofort besttigt wird,-man kann nie wissen was auf einen zukommt.
Der Flug luft ohne Zwischenflle ab,die Landung ist nahezu perfekt.
Die Aussicht auf den Hindukusch ist wirklich traumhaft.
Die Nachflugbesprechung fllt sehr lang aus,wir unterhalten uns sehr viel ber private Dinge,treffen Abmachungen.
Oberleutnant... leiht mir grozgig eine seiner DVD`s aus,ich verspreche ihm sie am nchsten Tag zurckzubringen.
Ich fahre heim ins Camp Warehouse,lege mich schlafen in voller Erwartung auf den nchsten Tag.
0600,der Zugfhrer gibt bekannt,dass die Bordschtzen heute von den Heeresfliegern gestellt werden.
Etwas entuscht gehe ich zurck zu meinem Zelt und versuche,den Tag totzuschlagen.
Um 1700 Uhr sitze ich vor dem Fernseher und zappe mich durch das Programm.
Auf einmal ereicht mich folgende Meldung:Ein Bundeswehrhubschrauber ist in der Nhe von Kabul abgestrzt.
Fassungslosigkeit bermannt mich,ich verpasse sogar die Alarmierung meiner Einheit.
Ich versuche,den Meldungen glauben zu schenken, aber es gelingt mir nicht.
Orientierungslos irre ich zwischen den Schtzenpanzern umher, bis ich meine Gruppe gefunden habe."Aufsitzen" -ich gehorche blind.
Vllig apathisch sitze ich nun in diesem Stahlkasten.
Der Fahrer hat auf Bordfunk umgeschaltet,es sind aufgeregte Stimmen zu hren;
"Haben Unfallort ereicht!"
"Versuchen......."
"Feuer...."
"Ziehen uns zurck....."
In diesem Moment wird es Gewissheit;sie haben nicht berlebt.

Mir hallen die Gesprche mit den Besatzungsmitgliedern durch den Kopf.
Spter halte ich die DVD in den Hnden und starre sie an.





(98)
Am 28.06.2005 um 17:33 Uhr schrieb Alex Knig aus Neubrandenburg (Koenigalex@aol.com):

Ich wurde durch einen Psychologen auf Eure Seite aufmerksam gemacht. Mich wundert`s das die Leute auerhalb der Polizei staunen. Ich habe einen Kollegen, der schreibt erotische Gedichte und die wurden auch schon verlegt.
Auch wir Polizisten sind normale Leute! Wir leben, lieben und leiden ebenso wie alle anderen Menschen diese Erde.
Fr den Gstebucheintrag der MM habe ich kein Verstndnis. Es spricht fr Euch, dass Ihr - mit Verlaub gesagt - so einen Bldsinn stehen lasst.
Bei Euch schau ich bald wieder rein.

Alex


(97)
Am 19.06.2005 um 14:25 Uhr schrieb BR aus Mnchen:

Polizisten sind (wie auch Soldaten, deren einer ich bin) Individuen, auch wenn viele Menschen in Deutschland ein sehr vereinfachtes Weltbild haben und "den Bullen" bestimmte Eigenschaften zuschreiben.
Klischees lassen sich nun mal fast immer besttigen. Spricht da ein Beamter von "Negern", statt von "Schwarzen", ist das der ultimative Beweis dafr, dass alle Polizisten Rassisten sind, hrt man einen ber einen tdlichen Unfall scherzen, wei man ganz sicher, dass es Aufnahmebedingung bei der Polizei ist, gefhllos und sadistisch zu sein.
Ich habe viele Polizisten kennen gelernt: Drogenkonsumierende Grenzschtzer, "coole" Cops mit Sonnenbrille und Eastwood-Miene, Philosophen... Aber ich konnte bei genauerer Betrachtung nicht ein gemeinsames Merkmal auer der Uniform erkennen.
Diese Seite trgt dazu bei, auch den Dmmsten in Deutschland, von denen wir ja genug haben, zu zeigen, dass in diesen Uniformen ganz normale Menschen stecken.


(96)
Am 04.06.2005 um 20:41 Uhr schrieb u.koffmane aus Stuttgart (u.koffmane@web.de):

Hollo,
da ich gerne Krimis schreiben mchte, aber keine Polizeifachfrau bin, wie kann ich dann gut darber schreiben? Ideen habe ich schon, blo es soll ja auch "richtig" sein.

Herzlicher Gru
U. Koffmane



(95)
Am 27.05.2005 um 17:49 Uhr schrieb Wichard von Wilamowitz-Moellendorff aus 57629 Hchstenbach (w.wilamowitz@web.de):

Guten Tag, durch einen "Zufall" kam ich auf Ihre Seite. Ich habe eine besondere Nachricht fr Stephanie von Guaita. Meine Mutter war eine geb. v.Guaita (Bettina, Schwester ihres Grovaters) Ich freue mich ber ihren Erfolg und wnsche ihr alles Gute!! Ich bin selbst seit 30 Jahren in der "Drogenszene" als Suchttherapeut ttig und kann ein wenig von der Arbeit die Sie machen verstehen.
Herzliche Gre
Wichard von Wilamowitz- Moellendorff


(94)
Am 18.05.2005 um 13:36 Uhr schrieb Jane aus NRW:

Hallo Kollegen,
bin durch eine Autorin www.wiebke-lorenz.de auf die Seite hier aufmerksam gemacht worden. Werd mich mal durch die Beitrge hier arbeiten und bin schon sehr gespannt, was mich so erwartet.
Was den Eintrag von M.M. im Gstebuch angeht...kann ich den nicht unkommentiert stehen lassen: dafr, da eine Gesellschaft ihrer Meinung nach, gut auch ohne Polizei auskommen kann, ruft die Gesellschaft die Polizei aber oft genug jammernd zu Hilfe. ;)


(93)
Am 13.05.2005 um 20:33 Uhr schrieb Martina Maggio aus Berlin (daville@web.de):

wissen sie, sehr geehrte damen und herren der volkspolizei, ich war sehr beeindruckt von manchen gedanken die sie sich um ihr leben, und das ihrer schtzlinge machen. jedoch muss ich ihnen hochachtungsvoll gestehen, dass ich keinerlei mitgefhl fr ihre angst um ihr eigenes leben habe, denn : htten sie einen anderen, zu dem noch besser bezahlten beruf, gewhlt, bruchten sie diese angst nicht zu haben. ich wrde meine hand dafr ins feuer legen dass eine gesellschaft ohne polizei und anhngsel (ordnungsamt usw.) sehr gut funktionieren wrde, tiere haben auch keine polizei und existieren lnger als wir menschen. ich kann auerdem den beitrag von "lareen rhrig" definitiv nicht gutheien, oder seine bedeutung erffnet sich mir in falscher wahrnehmung, in meinen augen ist das gedicht "gewalt" ein aufruf zur polizeigewalt. sie solltem so einen, mit verlaub gesagt, unsinn, nicht verffentlichen oder hinzufgen dass es sich hierbei um das rhetorische stilmittel der ironie handelt. hochachtungsvoll
Martina Maggio



(92)
Am 11.05.2005 um 17:56 Uhr schrieb pka aus villingen:

muss man denn als polizist zwingend und unbedingt ber polizei schreiben?


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"Ich entschloß mich von dem Standpunkt meiner eigenen Erfahrungen zu schreiben, von dem was ich wusste und was ich fühlte. Und das war meine Rettung...

... Was ist Original? Alles was wir tun, alles was wir Denken existiert bereits und wir sind nur Vermittler. Das ist alles. Wir machen von dem Gebrauch was bereits in der Luft ist."
Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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