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Die Jagdgesellschaft
Autor: Jürgen Menzel
Eingestellt am: 28.02.2003
Seite 2 von 2

Unsre lieben Jagdgenossen haben nun drauflos geschossen.
Hat sich was im Wald geregt, wurde darauf angelegt.
Und der Schießerei Ergebnis war für jeden ein Erlebnis :
-eine Elster und zwei Häher und vom Hochsitz einen Späher
und diverse Treiberbeine. Alles da – nur keine Schweine!
Aus dem Mais hört man die Bachen über diesen Unfug lachen.

Ein paar Kilometer weiter wird es plötzlich gar nicht heiter.
Dort sind Kugeln eingeschlagen, von den Herrn, die heute jagen.
Und so rief ein Posten prompt: "Großalarm, der Moslem kommt!"
Denn an unsres Waldes Rande lag von Scharping eine Bande.
Gut getarnt, mit teuren Waffen, sollten sie dort Frieden schaffen.
"Vorwärts!", brüllt der Kommandant, "Kämpft für unser Vaterland!"
Sofort hört man "Leoparden", wie sie die Motoren starten.
Kampfbereit ist auch die Flak, Fallschirmjäger und die Pak.
Ohne Rücksicht auf das Geld rollen Panzer durch das Feld.
Dabei geht der Mais entzwei, die Kartoffeln sind nun Brei.
Laut hört man die Salven krachen, dazu leis der Eber lacht -
über diese dummen Schweine, die das Feld zur Sau gemacht.

Und dann greift der schlaue Eber zu der Schweinen größter List,
stellt sich auf die Hinterbeine, zeigt, das er zu treffen ist.
Einen Turban hat er auf, wütend schießen Panzer drauf.
Macht dazu `ne lange Nase und ruft: "Bäh, ihr trefft mich nie!"
"Dazu seid ihr viel zu dämlich, dumm wie Müllers Federvieh!"
Und so steht er mit dem Rücken Richtung Dorf, im Hintergrund.
Dahin fliegen die Granaten, sorgen dort für Häuserschwund.

Nach `ner Stunde Schießerei ist der ganze Spuk vorbei.
Unsre Jäger, voll Entsetzen, sieht man in die Wälder hetzen.
Sie sind heut noch auf der Flucht, werden immer noch gesucht.
Da, wo einst das Dorf gewesen, leben Schweine, wild und frei.
Tiefe Krater in der Ortschaft zeugen von der Ballerei.
Wieder zeigten uns die Tiere, dass die Menschen oftmals blind,
nicht die Herren hier im Hause, sondern dumme Schweine sind.



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