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Die Jagdgesellschaft
Autor: Jürgen Menzel
Eingestellt am: 28.02.2003
Hier bei uns, im wilden Osten, sitzt man gerne mal auf Posten.
Vierzig Jahre eingeübt, ist der Jagdsinn ungetrübt.
Ganz besonders bei den Alten ist der Jagdtrieb gut erhalten.
Und so muss fürs Sturmgewehr heute eine Flinte her.
Weder Russen noch Mongolen wollen uns das Fell versohlen,
heute steht man fest vereint gegen einen neuen Feind.

Dieser fleddert unsre Wälder, trampelt rücksichtslos durch Felder,
fegt in brünstiger Extase manches Auto von der Strasse.
Schändet jede Obstplantage, bringt den Gartenfreund zur Rage.
Sabotiert des Bauern Fleiß ganz besonders stark im Mais.
Jeder ahnt jetzt was ich meine – es geht um die wilden Schweine.
Sie sind hier der neue Feind, der die Bauernschaft vereint.

"Wenn die Schweine weiter nagen, sollten wir sie endlich jagen!",
sprach des Dorfes erster Mann, für die Tiere diesen Bann.
"Oder will noch jemand warten, bis verwüstet jeder Garten?"
"Was da wohl die Grünen sagen, wenn wir ihre Schweine jagen?",
hat der Siggi noch geplärrt. "Oooch, die werden eingesperrt!"
"Wozu gibt’s das Spritzenhaus?"-"Zu den Waffen, nix wie raus!"

Und dann griff sich jede Hand eine Büchse von der Wand.
Fernglas, Tabak, einen Spaten und paar alte Handgranaten.
Unsres Dorfes Trottel – Klaus – zog mit Pfeil und Bogen aus!
Mit dem Willi gab`s noch Zoff, wegen der Kalaschnikow.
"Restbestand der Volksarmee, ruhte bisher sanft im See!"
Einer von den größten Deppen wollte Panzerminen schleppen!

In des Waldes feuchter Kuhle saß Herr Eber in der Suhle.
Ringsherum die Lieblingsbachen, und erzählte voller Lachen:
"Seht den bunten Jägerreigen, denen werden wir mal zeigen,
wer der Herr im Hause ist und zum Schluss die Ernte frisst!"
"Keinem wird es je gelingen einen von uns umzubringen!"
"Dafür gebe ich mein Wort, nun macht schnell, wir müssen fort!"
"Unsre Stärke ist die List, die dem Schwein zu eigen ist!"

Und so zog die Jägerbande Richtung Wald, zu dessen Rande,
wo der Hochsitz aufgebaut und man mit dem Fernglas schaut.
Bald schon stellte jemand fest: "Mensch, da ist ein ganzes Nest!"
"Dieses Nest nennt man hier Suhle, in des Waldes feuchter Kuhle!"
rief der Förster voller Zorn und posaunte in sein Horn.
Damit war die Jagd gestartet und ein reicher Fang erwartet.



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