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Dino, ich kann das nicht!
Autor: Wolfgang Sahmel
Eingestellt am: 06.01.2007
Seite 3 von 3

"Dino, das geht so nicht! Du kannst nicht von mir erwarten, dass ich mehrere Stunden allein neben diesem Würmchen stehe und ich weiß nicht was passiert ist. Ich will jetzt sehen, wo das passiert ist, erzähle mir alles!"

Wir gehen zurück zum Ereignisort. Ich zeige ihm die Wassertonne, den Geräteschuppen, wo der Vater das Unkraut jätete, die kleine Plastikkanne liegt. Erst dann können auch wir zur Wache fahren.

Wochen später besuchte uns noch einmal Isabell, sie brachte einen Kuchen mit. Sie bedankte sich für die Zeit bei uns und ich sprach sie auf den Einsatz an. Sie hatte an jenem Tage gar nichts mitbekommen, sie konnte nicht mehr sagen, was sie gemacht hatte. Sie hatte Verständnis für Sonja und hatte uns drei "Alten" bewundert, wie scheinbar unberührt wir den Einsatz bewältigt hatten, wie professionell. "Dino, das könnte ich nicht!" Erst Tage später sei es ihr schlecht gegangen, nachdem sie noch mal alles überdacht hatte. Sie habe aber mit ihren Eltern und ihrem Freund gesprochen, was ihr sehr geholfen habe.

Vor einiger Zeit wurde in Nordrhein-Westfalen ein Betreuungsteam eingerichtet, das Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten nach einem besonders belastenden beruflichen Ereignis jederzeit zur Verfügung steht. Vorgesetzte haben die Pflicht, in so einem Fall das Betreuungsteam über das Landeskriminalamt anzufordern.

Sonja hat mehrfach mit einem Arzt dieses Betreuungsteams gesprochen, sie kann nur Gutes berichten. Sie hat das Geschehen zwar nicht vergessen, aber gelernt, damit umzugehen. Für Guido war es ausreichend, mit uns, in der Gruppe, über das Geschehen zu reden. Trotzdem lässt uns alle dieses Ereignis nicht los - wir reden noch heute darüber.


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