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Polizei
Hinter der Türe
Autor: Thomas Zierlinger
Eingestellt am: 14.12.2006
Zu viele Leichen
Zu viele Angehörige
Zuviel Tod
Zuviel Schmerz
Zuviel Leid

Zuviel Reinfressen
Zuviel Funktionieren
Zuviel Abschied
Zuviel Loslassen
Zuviel Verlust einer schönen Zeit

Zuwenig Wertschätzung


Ein Polizist hat keine Depressionen, hat keine zu haben. Das passt nicht zu diesem Berufsbild, wo kämen wir denn da hin! Immer hart zu sich selbst, cool und beherrscht. Nach außen neutral, gesetzestreu, selbstsicher und diszipliniert.
Bis der Tag kommt und du eines Anderen belehrt wirst. Laut Arzt der Körper kerngesund, die Seele angekratzt – der Befund nicht so greifbar wie ein gebrochenes Bein. Erst glaubst du es nicht und dann verdrängst du es so gut es geht. Ehrlicherweise hast du es nicht verdrängt sondern ertränkt im Alkohol, bis, ja bis - ein Fragezeichen bleibt.
Doch dann kommt er mit aller Macht, der Blackout, trotz oder gar wegen des Alkohols - ein weiteres Fragezeichen bleibt.
Du lässt dir endlich helfen, holst medizinischen Rat und Hilfe ein, durchstöberst das Internet nach Informationen. Es geht eigentlich alles ganz einfach: Medikamente, die Zeit der Gewöhnung überbrücken so gut es geht, viele Gespräche führen und dann, alles paletti. War wahrscheinlich nur so eine kleine Krise im mittleren Lebensalter, gehst ja auch schon auf die Fünfzig zu, na denn. „Pfffff“, mir kann keiner, lächerlich! Die Fragezeichen sind weg!
Eigentlich war schon alles vergessen, die Medikamente ausgeschlichen. Und dann kam die zweite Episode, mit aller Macht aus heiterem Himmel, oder hat sie sich angekündigt und du hast die Signale nicht richtig gedeutet? Die Fragezeichen kommen wieder.
Das Fass war wohl voll. Der letzte Tropfen war da: zwei stressige, schlaflose Nächte. Zuerst ganz schwach, wie Flugzeuge im Bauch. Doch dann werden die Hitzewallungen, die Muskelschmerzen, das unangenehme Kribbeln in den Armen, in der Brust, im Nacken, stärker. Eine Welle nach der anderen durchsticht deinen Körper, durchwandert deinen Kopf, zieht sich im Brustraum zusammen - nicht kontrollierbar, nicht zu unterdrücken.

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Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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