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Polizei
Wintermorgen
Autorin: Birgit Enser
Eingestellt am: 01.11.2006
Seite 2 von 2

Vielleicht würde Kriminaloberkommissar Kogler vom KK 11 einen seiner üblichen trockenen Scherze machen, z.B. dass das Ganze nach einem Ritualmord aussehe, doch man würde feststellen, dass nichts darauf hindeutete, dass die junge Frau ermordet worden war. Auch einen Selbstmord würde man ausschließen können.

Die Ermittlungen würden nur ergeben, dass die Frau bei ihren Nachbarn als "verwirrt" galt, sie glaubte sich verfolgt, sah grüne Männchen, die nachts in ihre Wohnung eindrangen, um ihr wehzutun. Die Nachbarn kannten sie nur verwirrt oder betrunken oder beides zusammen. Niemand hatte den Kontakt zu ihr gesucht, niemand wusste auch nur irgend etwas über sie, nur dass sie seit dem Tod ihrer Mutter im Sommer fast immer draußen schlief, weil sie sich dort angeblich sicherer fühlte.

Man fand heraus, dass sie außer ihrem Vater keine Familie hatte. Ihr Vater war ein pensionierter Polizeibeamter, der bis vor acht Jahren auch noch seinen Dienst in dieser Stadt versehen hatte. Der konnte jedoch nur angeben, dass er seine Tochter seit der Scheidung von seiner Frau, damals war das Kind neun Jahre alt gewesen, nicht mehr gesehen hatte. Seine Frau hatte den Kontakt zu ihm ganz abgebrochen. Er hatte dann später zwar gehört, dass seine Tochter einige Selbstmordversuche begangen und eine Entziehungskur gemacht hatte, aber jeglicher Versuch, sich um sie zu kümmern, war fehlgeschlagen, weil die beiden Frauen sich dagegen gewehrt hatten. Er hatte es dann auch irgendwann nicht mehr versucht.

Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Frau war eines natürlichen Todes gestorben, was sich durchaus mit ihrem Alkoholkonsum und der Kälte erklären ließ.

Man setzte sie in aller Stille bei.


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