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Polizei
Eine Frage der Ehre
Autor: Michael Birkhan
Eingestellt am: 11.10.2006
Seite 2 von 2

Sein Vater legte bei der Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen die polizeilichen Maßnahmen ein. Die Quintessenz seiner Vorwürfe lässt sich wie folgt zusammenfassen: „Die Polizeibeamten haben es auf meinen Sohn abgesehen, weil er Ausländer ist. Ständig wird er angehalten, kontrolliert und schikaniert. Willkürlich verfolgen die Polizisten meine Familie und verbreiten Lügen. Wir sind ehrenwerte Menschen.“
Kann oder will der Vater von Harkan nicht verstehen? Wir beurteilen einen Menschen nicht danach, wo er geboren wurde oder welche Hautfarbe er hat. Die Nationalität ist irrelevant. Die meisten ausländischen Mitbürger haben sich eingegliedert und sind eine Bereicherung für die Gesellschaft. Wir besitzen nicht die Gabe, die Gedanken des Gegenübers lesen zu können. Allerdings sehen und erkennen wir sehr gut, wie sich ein Mensch verhält. Genau dafür wurden wir ausgebildet. Eine der primären polizeilichen Aufgaben ist es Straftaten zu verhindern und zu verfolgen. Aus Überzeugung schützen wir täglich den deutschen und auch den nichtdeutschen Bürger vor einheimischen und ausländischen Straftätern. Linksextremistisch motivierte Gewalt ist ebenso verabscheuungswürdig wie die rechtsextremistisch orientierte Gewalt.
Ali und Harkan, ihr steht weder links noch rechts. Ihr seid gewöhnliche Kriminelle, die rücksichtslos Gewalt anwenden, um sich zu bereichern. Ihr beschmutzt die Ehre eurer vielen anständigen Landsleute, die tatsächlich politisch verfolgt werden und sich in unserem Land eine neue Existenz aufbauen wollen. Diese freundlichen, hilfsbereiten Menschen, die hart arbeiten, schämen sich für Euch. Eure Taten sind der Nährboden für den Rechtsextremismus in unserem Land. Lernresistente IQ-Abstinenzler mit Springerstiefeln widern uns genauso an, wie Eure kriminellen Aktivitäten.
Harkan sitzt inzwischen im Gefängnis. Für lange Zeit sind die Bürger dieser Stadt vor ihm sicher. Die Zellentür schließt sich soeben hinter dem schimpfenden Ehrenmann Ali. Schon in wenigen Stunden wird er wieder frei sein und voraussichtlich Straftaten begehen. Aber die Polizei wird da sein. Rund um die Uhr, Tag und Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen. Wir haben einen verdammt langen Atem!
Übrigens, ich freue mich in diesem Jahr auf meinen mittlerweile vierten Türkeiurlaub. Ich mag das Land, die Kultur und die wirklich liebens- und ehrenwerten Menschen.


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