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Eine Frage der Ehre
Autor: Michael Birkhan
Eingestellt am: 11.10.2006
„Ihr seid ehrlose Nazischweine. Ich bin ein Ehrenmann und ihr seid nichts.“
Der 19-jährige Ali sperrt sich massiv gegen unser Einschreiten. Sein Widerstand nützt ihm jedoch nichts. Vier Beamte gewährleisten den ordnungsgemäßen Gang der Dinge. Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Blutentnahme, Erkennungsdienstliche Behandlung - weder die Kollegen, noch der „Ehrenmann“ werden verletzt.
„Das ist staatliche Willkür. Ihr SS-Schweine könnt mir nichts. Mein Anwalt wird mich sowieso gleich herausholen. Ihr werdet von unseren Steuergeldern bezahlt. Ich jage euch einzeln eine Kugel in den Schädel. Wir kämpfen ehrenvoll Mann gegen Mann.
Nur weil ich Ausländer bin wollt ihr mir was anhängen. Ihr besitzt keine Ehre.“
Ali, der Sozialhilfeempfänger, hatte ein Auto gestohlen und sich mit uns eine Verfolgungsjagd geliefert. Bei seiner Festnahme leistete er erbitterten Widerstand. Als wir ihn durchsuchten, fanden wir Drogen (Cannabis und Marihuana) sowie Hieb- u. Stichwaffen. Außerdem stellte sich heraus, dass Ali bereits wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Die Taten des Drogendealers reichen von Eigentums- und Gewaltdelikten über Verstöße gegen das Waffengesetz, bis hin zu einem Raub mit Todesfolge. Bereits im Alter von 13 Jahren hatte er einer Rentnerin die Handtasche entrissen. Die ältere Dame hatte bei der Verteidigung ihrer Habseeligkeiten das Kostbarste verloren - ihr Leben! Um an Handys, Bargeld oder Designerklamotten zu gelangen, schlug Ali in der Folgezeit regelmäßig Teenager zusammen. Stets unterstützte ihn dabei mindestens ein Mittäter.
Gegen seinen Landsmann Harkan wurden bisher, allein in unserer Stadt, 220 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Einbrüche, Autodiebstähle, Drogenhandel, Vergewaltigung, Raubüberfälle, Verstöße gegen das Waffengesetz etc. verbuchte er bisher auf seinem Konto. Die über ihn gespeicherten Daten offenbarten uns, dass Harkan auch in anderen Städten äußerst aktiv war. Sein Bruder vollbrachte es bis dato auf 150 in unserer Stadt registrierten Straftaten. Der Vater der beiden hatte in seinem Heimatland zwei Menschen getötet.
Als politisch Verfolgte kam die Großfamilie nach Deutschland. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen kassierte die etwa 20-köpfige Sippe Sozialhilfe. Sozialleistungsbetrug wird diese Abzocke im Amtsdeutsch genannt. Die ergaunerte Summe bewegt sich in einem sechs- bis siebenstelligen Bereich. Polizeibeamte, die engagiert gegen die Familie einschritten, wurden im Dienst und auch in ihrer Freizeit bedroht und attackiert.
Als Harkan wieder einmal als Tatverdächtiger auf der Dienststelle vorgeführt wurde, äußerte er sich wie folgt: „Ich bin ein Ehrenmann. Ihr seid nichts. Ich hasse alle Deutschen. Ihr seid Nazis und tötet Frauen, Kinder und Juden. Ich habe noch niemanden umgebracht. Deshalb bin ich mehr wert als ihr. Ihr habt keinen Mumm. In Thailand ficken alle deutschen Männer kleine Kinder. Alle Deutschen Polizisten sind NS-Verbrecher. Von dem Geld was ich in meiner Heimat zurückgelegt habe, könnte ich Euch korrupten Schweine alle kaufen. Mein Anwalt wird euch den Arsch aufreißen.“

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