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Das Mammut
Autor: Gerald Marek
Eingestellt am: 01.08.2006
Seite 2 von 2

„Scheiße“, entfuhr es mir und als ich kapierte, dass ich ihm vorhin die Tür geöffnet hatte, damit er seine Pistole hatte holen können, war ich wie betäubt.
Das ganz große Programm wurde jetzt gefahren. Die Kollegen von der Kripo rückten an, der Revierführer und noch andere wichtige und nicht so wichtige Leute bevölkerten innerhalb der nächsten Stunde das Polizeirevier.
Wie sich herausstellte, hatte Walter mit einer Frau telefoniert und sich während des Gesprächs erschossen. Wegen einer unglücklichen Liebe hatte er sich das Leben genommen. Der ruhige Mann, von dem alles abzutropfen schien, hatte einen weichen Kern gehabt. Das hatte keiner erwartet.
Als ich nach diesem Nachtdienst nach Hause fuhr, drehte ich den Kassetten-Rekorder voll auf und dröhnte mir eine Ladung Rockmusik um die Ohren, so wie ich es immer mache, wenn ich schlecht drauf bin. Diesmal musste es meine Lieblingsband Uriah Heep sein. Als Stealin’ durch mein Auto lärmte zuckte ich innerlich zusammen.
„…fighting, killing, wine and women gonna put me to my grave…“
Wie wahr, der alltägliche Kampf, Saufen und Frauen konnten einen ins Grab bringen.
„…running, hiding, losing, crying, nothing left to save but my life…”
Rennen? Verstecken?
Wohin war Walter gerannt? Wo hatte er sich versteckt gehalten?
Verlieren? Weinen?
Auch Walter hatte verloren, nämlich eine Liebe, und vielleicht hatte er auch deswegen geweint.
Nichts zu retten, außer dem Leben? Für ihn galt das nicht. Es hatte nach seiner Meinung gar nichts mehr zu retten gegeben. Nicht einmal sein eigenes Leben.
Den Rest des Songs bekam ich nicht mehr mit. Meine Gedanken waren ganz woanders.
Die Dinosaurier sind schon lange ausgestorben – und jetzt auch die Mammuts.


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