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Der "Hauptmann von Plau"
Autor: Ulrich Hinse
Eingestellt am: 22.07.2006
Seite 2 von 4

Er habe den Auftrag festzustellen, ob diese Grundbedingungen in Plau von der Gemeindeveraltung sowie den ortsansässigen Händlern kurzfristig und termingerecht erfüllt werden könnten.
Außerdem sei ein Krankenhaus vor Ort erforderlich, denn die ärztliche Versorgung der vornehmlich lebensälteren Konferenzteilnehmer müsse gewährleistet sein.
Der Bürgermeister, der sich möglicherweise von der Tagung eine positive Wirkung auf den Fremdenverkehr versprach, sagte seine volle Unterstützung zu. Alle Bedingungen könne Plau erfüllen.
Er habe das nicht anders erwartet, deshalb habe er ja auch Plau als Tagungsort ausgewählt, erklärte der Spezialagent und verließ den Bürgermeister mit seiner schmachtenden Miss Moneypenny.
Sein nächster Weg führte den angeblichen Sicherheitsbeamten zum größten Hotel am Platze. Dort wiederholte sich der Vorgang. Er wurde deutlicher und nannte hier sogar den voraussichtlichen Termin der Tagung. Der Hotelmanager sollte sich entsprechend einrichten können, da sich andere Gäste mindestens für 14 Tage nicht einmieten könnten, da das gesamte Hotel gebraucht würde.
Weiter ging es zum größten Autohändler am Platze. Dort akquirierte „007“ dreißig nagelneue Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse. Die Wagen würden bei Beginn der Tagung durch US-Soldaten abgeholt und gefahren, erklärte er. Dem Händler standen die Dollarzeichen deutlich in den Augen. Zweifel an dem merkwürdigen Kunden kamen ihm offenbar nicht. Zu sicher war dessen Auftreten.
Der Büromöbelhändler sagte ebenfalls die Beschaffung der geforderten Möbel zum angegebenen Termin zu. Es sei ja noch etwas Zeit und die Lieferung würde keine Schwierigkeiten bereiten.
Die Klinikverwaltung war etwas verwundert über den Wunsch des merkwürdigen Amerikaners, wollte er doch eine ganze Station für die Zeit der Tagung reserviert wissen. Gleichwohl wurde zugesagt und erklärt, dass sich die US-Botschaft wegen der medizinischen Versorgung der Teilnehmer keine Sorgen machen zu müsse. Das Krankenhaus Plau sei in der Lage, alle denkbaren Probleme ohne Mühe zu lösen.
Auch bei dem ortsansässigen Computerhändler erschien der umsichtige Amerikaner. Er sagte dort sein erprobtes Sprüchlein auf und orderte PC-Technik für 25.000 DM. Das sei kein Problem. Welche Eigenschaften die PC denn erfüllen sollten, wollte er nur wissen. Das stellte ihm „007“ anheim. Für eine Tagung solle es ausreichen. Er müsse die Spezifikation noch einmal überdenken und werde ihn dann zurückrufen, erklärte der Händler. Wo er ihn dann erreichen könne, wollte er wissen. Der Spezialagent erklärte, im Hotel erreichbar zu sein.
Kaum war der „007“ mit seinem Cherokee Richtung Hotel entschwunden, griff der Händler zu Telefon. Zum einen war es für ihn ungewöhnlich, dass sich eine geheime Nato-Tagung mit fremder PC-Technik ausstatten ließ. Zum anderen war Technik im Wert von 25.000 DM für eine solche Tagung ganz sicher nicht ausreichend. Außerdem hatte der Ausweis des Agenten für ihn merkwürdig ausgesehen. Deshalb rief er die Polizei an und schilderte den Vorgang.
Ein Streifenwagen wurde informiert und die Beamten fuhren zum Hotel, wo sie den Spezialagenten in trauter Runde mit dem Hotelmanager vorfanden. Sehr höflich und ohne zu zögern wies sich der Agent aus.

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