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Polizei
Der Mob
Autor: Franz Ruthner
Eingestellt am: 12.01.2003
Dieser Text im pdf-Format: der-mob.pdf (37 kByte)
Seite 14 von 14

Natürlich, wie hatte ich nur an ihr zweifeln können.

Ich versuchte ebenso unauffällig in die Wohnung zu schlüpfen, wie ich gegangen war, da ritten mir meine Kinder schon entgegen. Mit Hurra und Juhu flogen sie auf Anna durch die Wohnung.

Das war sie, die ganze Geschichte. Die Geschichte eines Zufalls, eines Mobs und einer Liebe, die mein Leben veränderte.

Heute schiebe ich tagsüber meine ruhige Kugel in der Materialverwaltung, zuständig für den Vorrat an Plexiglasschilden, Helmen, Schienbeinschützern, Brustpanzern, Gummiknüppel lang, Gummiknüppel kurz, und allerlei Firlefanz, der den armen Grünschnäbeln in den grünen Bussen gegen die Beine rollt.

Gestern traf ich Paul. Er bohrte, und stänkerte, ich solle ihm doch die Wahrheit sagen, er würde wetten, dass ich nur eine Show, eine verdammt gute Show abgezogen hätte, um mich vor dem verdammten Wechseldienst drücken zu können. Als ich ihm versicherte, dass ich nicht wüsste, welche Show er meinen würde, wurde er ärgerlich, ich solle ihn nicht für dumm verkaufen und die Karten auf den Tisch legen.

Ich sah auf meine Uhr und erklärte ihm, dass es Zeit würde für mein Abendessen. Er ließ nicht locker, hänselte mich, versuchte mich mit Beleidigungen aus der Reserve zu locken. Meine Wahrheitsbeteuerungen lehnte er ebenso ab, wie die Einladung zu Annas einmaligen Lammbraten.

Paul zweifelt wohl immer noch, ich hingegen bin mir sicher, Paul, und alle, die hinter unserem Rücken tuscheln, die uns schief ansehen, die uns dumme Blicke zuwerfen, die uns offen auslachen, sich aber später zu Hause bis aufs Blut streiten, die mießmütig ihren ungeliebten Job abbiegen, alle diese Normalos sind verrückt.




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