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Verzweifelte Suche
Autor: Bodo Doering
Eingestellt am: 01.08.2006
Seite 7 von 9

Der Staatsanwalt, Lisa Kunze mit einer Justizvollzugsbeamtin, die auf sie aufpasste, ihr Rechtsbeistand, Laubach, eine Kriminalbeamtin und ich, standen nun in der Wohnung. Lisas Kinder befanden sich in der Obhut einer Nachbarin, die sich bis auf weiteres um sie kümmerte.
Mit Zustimmung Frau Kunzes wurde ihr Fünfjähriger bei der Nachbarin geholt. In das Kinderbett war inzwischen eine Puppe gelegt worden, so, als läge ein Kleinkind darin.
Frau Kunze musste unter Aufsicht in der Wohnküche bleiben. Die übrigen Personen betraten das Schlafzimmer, und alle hatten große Mühe in dem kleinen Raum Platz zu finden.
Die Kriminalbeamtin nahm sich des Jungen an, der neugierig drein schaute und interessiert verfolgte, was um ihn herum wohl alles passierte.
„Denis, hier war doch manchmal ein kleiner Junge. Kennst du den?“ „Ja, das ist der Helmutchen.“
„Wo ist denn jetzt der Helmutchen, Denis?“
„Ich weiß‘ nicht.“
„Was hat denn Helmutchen so gemacht, weißt du das?“
„Ja, der ist herumgekrabbelt.“
„Was hat Helmutchen denn noch so alles gemacht, Denis?“
„Ei, der hat immer geschrieen. Immer in dem Bett hat er geschrieen, ganz arg“, der Junge nickte heftig, seine Erklärung bestätigend.
„Hat die Mama was zu Helmutchen gesagt oder gemacht?“ „Die Mama hat gesagt, Helmutchen muss schlafen. Und wir sollen ihn in Ruhe lassen.“
„Hast du etwas mit Helmutchen gemacht?“
„Ich hab‘ ihm als gesagt, er soll jetzt ruhig sein. Der hat immer so laut geschrieen und hat nicht aufgehört.“
„Und was dann?“
„Auf einmal habe ich die Stange da rausgemacht und dann habe ich auf den Helmutchen geschlagen. Der soll aufhören und endlich ruhig sein.“
„Mit welcher Stange hast du denn auf Helmutchen geschlagen, wo ist denn die Stange?“
„Ei die hier, siehst du?“ Der Junge fasste an das Kinderbett, an einen der Stäbe im vorderen Seitenbereich, drehte ihn leicht, hob ihn etwas an und löste ihn aus der unteren Halterung.
„Was hast du dann gemacht? – Zeig‘ es uns.“ Das Kind schaute zu den vielen Erwachsenen, die dicht gedrängt im engen Schlafzimmer standen.
„Denis, zeig‘ uns, was du gemacht hast,
“ ermunterte ihn die Beamtin freundlich.

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