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Polizei
Demokratie
Autor: Jürgen Walther
Eingestellt am: 22.07.2006
Seite 5 von 5

Die Bösen waren nun entlassen und von den Guten nur noch eine Handvoll zurückgeblieben. Immer noch hatte ich keine Ahnung, was Demokratie denn nun wirklich bedeute, nur der unangenehme Geruch war mir in Erinnerung geblieben. Jetzt kamen die Jahre, in denen ich würde lernen müssen, dass da noch viel mehr dazu gehörte und auch das Nein-Sagen durchaus demokratisch sein kann. Ich würde auch lernen, dass nicht alle, die von Demokratie schwatzen, wirklich Demokraten sind und ich mich jeden Tag aufs Neue für die Demokratie würde entscheiden müssen, wenn ich es ernst damit meine.
Viel Arbeit lag vor mir, ohne Funktionäre und ohne die alles wissende Partei, ohne Alwin und die anderen greisen demokratischen Führer, nur auf mich allein gestellt. Und auch Diensthunde würden wir bald wieder brauchen an unserer stillen und verträumten Grenze, aber das wusste ich damals noch nicht.
Auf ein Neues, ich war gespannt auf die Zukunft. Die nächsten Jahre sollten harte Jahre für mich werden, polizeilich und privat bis an die Grenze der Erträglichkeit gehen. Tausende Flüchtlinge aus vielen Ländern der Welt würden sich in den kommenden Jahren durch meinen heimlichen, herrlichen Wald bewegen, immer auf der Flucht und geführt von kriminellen Schleusern. Schritt für Schritt einen schweren Weg in die Demokratie gehen, zwei Schritte vor und immer einen zurück, dass lag vor mir. Und auch der Geruch würde nicht sofort besser werden, die frische Luft jedoch konnte ich schon riechen und Fische, sogar die Fische kamen zurück. Sie waren schon lange vor mir abgehauen aus diesen verdreckten Flüssen der Demokratie. Sie hatten die bessere Nase.


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