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On the road again
Autor: Jörg Schmitt-Kilian
Eingestellt am: 09.07.2006
Nach meiner Versetzung zum Rauschgiftkommissariat war ich nur noch selten zu Hause, hatte immer weniger Zeit für meine kleine Familie. Unzählige Observationsfahrten in die Niederlande.
Manchmal über dreißig Stunden ohne Schlaf. Und immer der gleiche Rhythmus:
Das Haus der Zielperson beobachten.
Warten, bis der Kurier losfährt.
Verfolgung aufnehmen.
Autofahrt unter extremen Bedingungen.
Das Fahrzeug nicht aus den Augen verlieren.
Immer darauf achten, selbst nicht entdeckt zu werden.
Ankunft in einem Ort irgendwo in den Niederlanden.
Wieder endloses Warten. Manchmal die ganze Nacht.
Ständig aufpassen. Immer einsatzbereit.
Weiterfahrt durch kleine Gassen.
Anhalten.
Wieder warten.
Hat der Dealer den Stoff schon im Auto?
Fährt er noch zu einem Bunker?
Wird die Lieferung übergeben?
Irgendwann meldet sich der Schlaf, gegen den du ankämpfen musst.
Der Schlaf kommt oft vor dem Dealer.
Die Augenlider werden schwerer. Dämmerzustand.
Dann das Aufbruchszeichen.
Wieder zurück auf die Autobahn. Höchstgeschwindigkeit.
Bleifuß. Alles aus der Kiste rausholen, was der Drei-Liter-Motor hergibt.
Angst, vom Sekundenschlaf überrascht zu werden.
Angst, in der Leitplanke oder an einem Baum sein Leben zu beenden.
Dann hellwach in der entscheidenden Phase.
Festnahme zum richtigen Zeitpunkt.
Hoffentlich ohne Schusswaffengebrauch.
Durchsuchung des Autos.
Bei Misserfolg Frust und Ärger.
Im Erfolgsfall Sicherstellung der Drogen.
Gefangenentransport.
Wohnungsdurchsuchung.
Vernehmung.
Festnahme der Abnehmer.
Weitere Hausdurchsuchungen bis früh am Morgen.
Vorführung beim Untersuchungsrichter bis spätestens zehn Uhr.

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