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Polizei
Vom Umgang mit dem Tod
Autor: Klaus Liedert
Eingestellt am: 09.07.2006
Mehrere Wochen lang begleitete mich der Kölner Journalist Peter Meisenberg als externer Beobachter bei meiner Arbeit. Damals, als ich Ermittler bei der Mordkommission war. Todesermittler, seit 25 Jahren. Meisenberg resümierte anschließend in seinem Hörfunk-Feature:
„Die Realitätsebenen verschieben sich, wenn man für längere Zeit in der Todesermittlung tätig ist. Man wird misstrauisch gegenüber dem, was auf den ersten Blick zu sehen ist. Hinter der scheinbaren Normalität steckt oft etwas anderes, dunkleres. Wie kaum ein anderer wird der Kriminalbeamte, der in einer Mordkommission Dienst verrichtet, mit den Nachtseiten menschlicher Verhaltensweisen konfrontiert. Ihm werden Abgründe offenkundig, die sein Menschenbild gewaltig verzerren und nachhaltig beeinflussen der stören können.“
In seinem Feature fragt der Journalist: „Wie mag es den Polizisten ergehen, die jahrein, jahraus mit diesen Perversionen, dieser Brutalität zu tun haben? Wie erleben, erleiden Todesermittler den alltäglichen Tod, den fortwährenden Umgang mit Leichen. Wie werden sie persönlich mit den psychischen Belastungen fertig? Und wie verarbeiten sie ihre eigenen Erlebnisse im permanenten Umgang mit Tod und Sterben?“
Nicht immer können oder wollen Todesermittler auf diese Fragen objektiv und ehrlich antworten. Aus verschiedensten Gründen. Für mich ist der Tod indessen kein Tabuthema mehr, über das ich nicht sprechen kann oder reden mag. Ganz im Gegenteil. Der Tod ist für mich allgegenwärtig. Er war seit vielen Jahren unmittelbarer Bestandteil meiner alltäglich Arbeit. Der Tod ist für mich kein Phänomen, über das sich nachzudenken erst im fortgeschrittenen Alter lohnt. Mitten im Leben sind wir doch ständig vom Tod umgeben. Häufig wird uns das aber erst dann bewusst, wenn „plötzlich und unerwartet“ ein Angehöriger, ein Freund, ein guter Bekannter verstorben ist.

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... Was ist Original? Alles was wir tun, alles was wir Denken existiert bereits und wir sind nur Vermittler. Das ist alles. Wir machen von dem Gebrauch was bereits in der Luft ist."
Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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