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Polizei
Vom Umgang mit dem Tod
Autor: Klaus Liedert
Eingestellt am: 09.07.2006
Seite 2 von 2

Die tägliche Konfrontation mit dem Tod kann jedoch im Einzelfall nachhaltig Spuren hinterlassen. Auch bei routinierten Todesermittlern. Noch heute bemühe ich mich nach wie vor, den Tod nicht als indifferentes Ereignis zu betrachten. Und ich schlage schon lange keinen großen Bogen mehr um ihn. Gleichwohl, das weiß ich nur zu gut, klaffen zwischen Anspruch und Wirklichkeit Abgründe, manchmal Welten.
Es gab viele Einsätze und Tätigkeiten, bei denen ich emotionelle Empfindungen nicht verbergen konnte. Und auch nicht wollte. Professionelle oder seelische Distanz zum Tod gab es bei mir daher nie.
Persönliche Grenzen im Umgang mit dem Tode erlebte ich immer wieder. Beispielsweise dann, wenn ich mit der Mutter sprach, die gerade ihr Baby tot aufgefunden hatte. Oder wenn mein Gegenüber bei der Überbringung einer Todesnachricht hemmungslos weinte, hilflos reagierte oder hysterisch agierte. Die Ohnmacht, das Endgültige zu erfahren und hinnehmen zu müssen, über-trug sich oftmals auch auf mich, trotz aller Routine. Solche Erlebnisse versickern nicht einfach friedfertig und folgenlos in der Seele.
Die langjährige Arbeit und außergewöhnlichen Erlebnisse bei der Mordkommission haben mein Leben tief greifend nach nachhaltig geprägt. Ich habe dabei nie die Achtung vor dem Leben und dem Respekt vor dem Tod verloren. Allein deshalb hat sich dieser Einsatz gelohnt.



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... Was ist Original? Alles was wir tun, alles was wir Denken existiert bereits und wir sind nur Vermittler. Das ist alles. Wir machen von dem Gebrauch was bereits in der Luft ist."
Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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