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Gespräche
Autorin: Helen Behn
Eingestellt am: 11.03.2006
Seite 2 von 2

„Frau Kraft, ich weiß wo sie sind. Zwischen Eckstever und Ottersberg. Rettungsdienst, Notarzt, die Feuerwehr und zwei Kollegen sind zu Ihnen unterwegs, bitte machen Sie sich…“
Erneut wurde Nele durch das Klingeln des Zellenalarms und das Begehren des älteren Herrn unterbrochen. Routiniert bat Nele um noch etwas Geduld.
Das andere Telefon war schon lange verstummt.
„Frau Kraft, bitte machen Sie sich bemerkbar. Ihre Rufnummer habe ich mir notiert. Ich rufe Sie gleich wieder an und dann halten wir die Verbindung, bis die ersten Rettungskräfte eintreffen.“
Nele bat den Hundebesitzer, „haben sie bitte noch kurz Geduld, ein Notfall liegt vor.“
Sie wählte die Handynummer von Frau Kraft und hörte nach einem halben Klingelton deren vertraute Stimme.
„Ich habe Angst, ich verliere meinen Freund.“
Über Funk hörte Nele ihren Kollegen, „Eingetroffen und außerhalb!“
Gleichzeitig sagte Frau Kraft: „Ich sehe einen Polizisten und lege auf!“
Nele lehnte sich ganz kurz zurück, atmete aus und wusste, dass Frau Kraft und ihr Freund in den besten Händen des Reviers war.
Sie stand auf, ging langsam zur Schleuse und redete beruhigend auf den älteren Mann ein. Notierte sich die Adresse der Bäckerei und die Personalien des Mannes. Wann der Hund verloren ging, hatte er ja schon gesagt.
Mit der Zusage, beim Tierheim und im Fundbüro nachzufragen, verabschiedete sich Nele.
„Ich werde mich bei Ihrem Chef beschweren, weil ich so lange warten musste.“
Nele schaute ihm tief in die Augen und sagte, „morgen um acht ist der da. Da dürfen sie sich gerne beschweren.“
Der andere Herr war bereits weg. Hoffentlich hat er sich nicht ins Revier geschlichen. Das kann ich erst überprüfen, wenn eine Streife zurück ist.
Der Zelleninsasse hatte sich schon verdächtig lange nicht mehr gemeldet. Hoffentlich ging es ihm gut.
Eine Minute später - es war viel zu lange schon ruhig gewesen - klingelte das schwarze Telefon.
Sie schüttelte ihren Rotschopf, streckte sich kurz und nahm entschlossen den Hörer ab.
Eigentlich musste der Unfall abgearbeitet werden. Ein Kollege meldete sich über Funk von der Unfallstelle, „bestell einen Bestatter. Lass dir ruhig Zeit.“ Er hatte Geduld. Sie sagte über Funk, er möge kurz warten, sie würde sich kümmern.
Dann nahm sie endlich den Hörer ab und meldete sich. Es war ihr Lieblingskollege, der über das Handy den Notruf gewählt hatte und kurz die Lage vor Ort schilderte. Bevor er wieder auflegte, sagte er noch: „Du, gemeinsam schaffen wir das. Bis später.“


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Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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