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März 2003 - ein Schlussvermerk
Autor: Eckhard Schröder
Eingestellt am: 27.10.2005
Donnerstag, der 06. 03. 2003. Ein Tag wie immer, fast wie immer.
In der Vorausschau, auf den Tagesablauf und das Wochenende, begann alles normal. Der Dienstbetrieb forderte niemanden besonders heraus, Sonnabend und Sonntag sahen keine Einsätze mit Unwägbarkeiten vor. Die Tagesroutine nahm ihren Lauf, der übliche Informationsaustausch, das Gespräch am Rande.
Gegen 09:00 Uhr die Kaffeerunde, ein paar dienstliche Überlegungen, ein paar tiefschürfende Erörterungen zum privaten Teil der kurzen, aber heiß ersehnten Auszeit. Der Inspektionsleiter gesellte sich zu uns, eine Tasse Kaffee, am Gespräch nahm er kaum teil. Er wirkte angespannt, unruhig. Im Nachhinein betrachtet anders als sonst. Aber wir kannten seine gelegentliche Hektik, auch seine ernste Miene oder sein Defizit an Humor. Deshalb fiel es kaum ins Gewicht, das er weitaus verkrampfter wirkte als die Tage zuvor.
Er stand als erster auf, er müsse noch zu seinem Vater (dem es gesundheitlich nicht so gut ging) und anschließend fahre er nach Geesthacht. Auf der Zentralstation und bei der Kripo seien noch Fragen zu den Beurteilungen offen, das wolle er vor dem Wochenende klären.
Wir wussten, dass er deswegen unter Hochdruck stand. Vielleicht lag darin der Grund für die extreme Zerrissenheit seiner Stimmung.
Freitag, der 07. 03. 2003: Ein Schlussakkord wie immer, fast wie immer.
Das Einsatzgeschehen der abgelaufenen Woche bestimmte die ersten Gespräche, die Aufgaben der neuen Woche wurden eben angerissen. Der Leiter der Kripo sah kurz herein, der Sachbereichsleiter 11 orientierte sich. Ich bereitete die Presseveröffentlichungen vor, mein unmittelbarer Kollege kümmerte sich um das aktuelle Geschehen.
Dann kam das Telefonat. Die Frau vom Chef. Soweit ich mich erinnern kann, hatte sie noch nie derart früh das Telefon bemüht.
Nach ihrem Anruf war der Freitag nicht mehr der blaue Horizont des Wochenendes.
Ihr Mann sei am Abend und in der Nacht nicht nach Hause gekommen. Er habe sich auch telefonisch nicht gemeldet. Ob wir wüssten...?


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