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Von Landjägern, Funktionswäsche und anderem
Autor: Peter Rieger
Eingestellt am: 03.10.2005
Seite 2 von 5

(Tor)Tour de Ulm
Der Tag danach ist immer schlimm, vor allem wenn ein lieber Kollege pensioniert wird und man ihm aus fürsorglichen Erwägungen heraus eigentlich auch nicht zumuten wollte, aus einer entlegenen Waldhütte volle Flaschen heimzuschleppen. Vorsichtshalber hatte ich aber an diesem Tag freigenommen und startete zwecks Systemreinigung zu einer gemütlichen Radtour.
In einem Nachbarort musste ich an der Bahnschranke halten, als von hinten ein Kollege ebenfalls per Fahrrad heranrollte. Dieser Kollege war allerdings nicht auf der Feier und zudem handelte es sich bei ihm um eine Art Kreuzung zwischen Rudi Altig und Eddy Merckx, nur, er wusste es – klassisches Understatement – sehr gut zu tarnen. Ich habe schon gehört, dass Leute, die mit ihm radelten und allesamt vom Schlage eines Ulrichs waren, nach der Radtour zumindest dessen Namen in das Gras am Wegesrand schrieen.
Dieser Undercover-Extrem-Pedalo fragte mich nun honigsüß, wohin mich mein Weg denn führen würde. Ich meinte besonders schlau zu sein, indem ich gleich etwas Weites sagte, hoffend dass er, der er sich in nicht radlertypische Kleidung gehüllt hatte, eine andere Richtung einschlagen würde.
Ich beantwortete also seine Frage kurz und bündig mit dem Wort: Ulm.
Ja so ein Zufall meinte er, da würde er auch gerade hinradeln, er wolle jemanden im Krankenhaus dort besuchen und ob er mich begleiten dürfe.
Die Höflichkeit gebot es, dass ich mich nicht gleich in aller Lautstärke bei allen Heiligen bedankte und so fügte ich mich in mein Schicksal. Er fuhr voraus, ein Liedlein pfeifend, ich hinterher – die Namen der durchfahrenen Ortschaften vergleiche ich noch heute mit den Stationen eines Kreuzweges.
Eineinhalb Stunden später passierten ein jungaussehender pfeifender älterer und ein altaussehender, aus dem letzten Loch pfeifender, jüngerer Mann die Stadtgrenze von Ulm – was wollte ich eigentlich dort?

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