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Die Kirschblüte
Autorin: Simone Meinhardis
Eingestellt am: 11.09.2005
Er ist kalt, hängt wie Nebel in der Luft. Trotzdem scheint der Zigarettenrauch keinen zu stören, wie er ständig die Farbe wechselt und, vom Zucken der Lichtorgel durchdrungen, durch die Räume zieht. Er umschwebt die Couch, das Büffet, die hölzerne Essecke, die chromblitzende Küche. Keiner der lachenden, schwatzenden Menschen nimmt ihn wirklich wahr; zu sehr konzentriert jeder sich auf den perlenden Sekt im Glas, die Häppchen auf dem Teller und die Wanduhr, deren Zeiger unaufhaltsam wandert. Eine halbe Stunde noch, dann wird es endlich soweit sein.
Auch Michael Wessler sieht auf, kurz nur, dann senkt sein Blick sich wieder. Verloren kullert die grüne Olive auf seinem Teller herum, seit das Käsehäppchen fehlt. Langsam streifen die braunen Augen unter den langen Wimpern durch das Halbdunkel, fließen über junge Männer in Jeans und Pullover, Mädchen in knappen, bunten Röcken mit erhitzten Gesichtern. Das Glas in seiner Hand ist leer. Als Michael sich in Richtung Büffet umdreht, schreckt er zusammen. Um ein Haar wäre er mit der jungen Frau zusammengeprallt, die soeben knapp an ihm vorbeischlüpfen will, zu knapp. Ihr Arm bleibt an seinem hängen, streift ihn heftig.
„Hoppla, Entschuldigung, ich wollte nicht …..“ Ein Paar himmelblauer Augen richtet sich auf ihn, bleibt hängen wie der Arm. Ungläubiges Staunen in dem Porzellangesicht mit den vielen Sommersprossen, ein Zucken um die perlfarbigen Mundwinkel.
„Michael??“ Halb Freude, halb Verblüffung.
Erstaunt starrt auch er sie an.
„Grit? Grit Gerharts?“
Eifriges Nicken. „Ja, ich bin’s! Was tust du denn hier? Ich dachte, du machst dir nichts aus Partys!“


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... Was ist Original? Alles was wir tun, alles was wir Denken existiert bereits und wir sind nur Vermittler. Das ist alles. Wir machen von dem Gebrauch was bereits in der Luft ist."
Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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