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Der Zirkusbesuch
Autor: Volker Uhl
Eingestellt am: 28.08.2005
Papa, wieso hat Mama ein so rotes Loch im Kopf? Krieg ich jetzt keine Schwester mehr? Wo fahren wir überhaupt hin? Wieso darf Adrian nicht mit?
Fragen über Fragen. Es sprudelte nur so aus dem kleinen Gabriel Poehlke heraus. Fürchterlich war der Knall, der ihn am frühen Morgen weckte. Die lauten Worte von Mama und Papa hatte er nicht gehört. Sie stritten mal wieder um das fehlende Geld. Vorwürfe, dass er damals von seinem Lottogewinn den Mercedes Kombi gekauft hatte, anstatt Schulden zu tilgen. Zinsen zu senken, den Horizont ein wenig zu erhellen. Verhackstückt hatte er den Gewinn. Das Auto, das Haus, die Kinder sollten Familienfrieden und Wohlstand signalisieren. Sollten ihn zeigen, wie er tatsächlich nicht war. Das machte er nun auf andere Art. Leichen pflasterten seinen Weg. Unschuldige ließen ihr Leben, nur damit er ein Fluchtfahrzeug für seine Überfälle hatte.
Eine Autofahrt nach Brindisi ist lang. Gabriel schaute verwundert, als sein Vater kurz vor dem Brenner, Arcor und Berry, die beiden Schäferhunde zurückließ. Er hat sich nicht getraut zu fragen. Im Morgengrauen band er sie an einem Verkehrsschild fest. Fast hätte Norbert losgeheult, als er die Hunde zurückließ. Er brachte es nicht übers Herz, auch sie zu erschießen. Bei Ingeborg und dem kleinen Adrian war es anders. Er sah es als seine Pflicht an, seine Frau vor der öffentlichen Schande zu bewahren. Seinen Sohn dem Gespött und der Demütigung zu entziehen, das Kind des Hammermörders zu sein. Jetzt verließ ihn scheinbar der Mut, das junge Licht von Gabriel auszulöschen, die Pistole gegen sich selbst zu richten.
Bilder liefen in seinem Kopf. Im Knast würden sie ihm den Arsch aufreißen. Ein Bulle, der seine Frau und seine Kinder umgebracht hat. „Schwanger war sie.“ Die würden Rache nehmen. Nein. Dort wollte er nicht hin. Es führte kein Weg am Tod von Gabriel und ihm vorbei. So oder so.


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