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Jenny - die Dealerin und der Kommissar
Autor: Jörg Schmitt-Kilian
Eingestellt am: 15.06.2005
Dieser Text im pdf-Format: jenny_leseprobe.pdf (106 kByte)
Jenny F. habe ich mit einem schwarzen Filzstift auf dem rosafarbenen Aktendeckel geschrieben. Die Ermittlungsakte tanzt auf dem kleinen Klapptisch, als der Zug an der „Königsbacher“ über mehrere Weichen rattert. Ich bin Rauschgiftfahnder beim Polizeipräsidium Koblenz und sitze im Zug nach Bad Sobernheim, dem Zielort meiner Dienstreise. Jenny Fischer soll mit Heroin handeln. Als ich das erste Mal ihr Foto in Händen hielt, hatte ich das Gefühl, diese Frau zu kennen. Sie ist so alt wie ich aber so sehr ich mein Gehirn auch anstrenge: ich kann mich nicht mehr erinnern, wo ich der Dealerin schon einmal begegnet bin. Jenny Fischer ist nach Auskunft des polizeilichen Informationssystems ein unbeschriebenes Blatt. Die Kollegen in Bad Sobernheim haben bereits vor drei Wochen eine Telefonüberwachung geschaltet. TÜ nennen wir das Aufzeichnen und Abhören von Telefongesprächen verdächtiger Personen. Wir dürfen die Telefone nur dann anzapfen, wenn wir keine andere Möglichkeit haben den Handel mit Drogen zu beweisen.

Ich löse meinen Blick von der Akte und genieße die wunderschöne Panorama-strecke am Rhein entlang. Über den Fluss kriechen feine Nebelschleier. Sie lösen sich langsam auf und geben den Blick auf die andere Rheinseite frei. Schemenhaft tauchen die ersten Burganlagen auf: über Braubach die Marksburg, über Kamp-Bornhofen, dem Ort der freundlichen Pilger, die „feindlichen Brüder“ Sterrenberg und Liebenstein. In St. Goar tauchen mit Blick auf den sagenumwobenen Felsen der Loreley und die aufsteigenden Nebelschwaden dunkle Schatten meiner Vergangenheit auf. Ich erinnere mich an den Anfang meiner under-cover-Karriere. Bei den Rock-Festivals auf der Freilichtbühne versuchte ich zunächst Kleindealern das Handwerk zu legen. Da man mich für den Job geeignet hielt, wurde ich offiziell als verdeckter Ermittler für größere Operationen verpflichtet. Mit falschen Ausweisen auf den Namen Garry Wulf ausgestattet, wohnte ich in einer alten Villa auf der Koblenzer Insel Oberwerth, fuhr einen Porsche 911, trug eine Rolex und wurde mit Designerklamotten ausgestattet.

Dann das Ende meiner Karriere: auf dem Autobahnrastplatz Heiligenroth bei Montabaur traf ich mich mit einem Mann, der mir zehn Kilo Kokain verkaufen wollte.
...

...lesen Sie bitte weiter im kompletten Text, den Sie oben als pdf-Dokument herunterladen können!


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