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Polizei
Boris
Autor: Gerald Marek
Eingestellt am: 24.03.2005
Seite 2 von 3

Boris entdeckte eine Höhle, ein Erdloch. Das schien tief genug zu sein, um ihm Schutz zu gewähren. Es musste ganz einfach tief genug sein.
So schnell er konnte rannte er los, als der Wind etwas nachließ. Immer wieder stolperte er über Äste und Steine, die ihm vor die Beine geweht wurden. Staub und Kiesel prasselten auf ihn ein und verursachten brennende Wunden an seinem ganzen Körper. Nur nicht hinfallen, dachte Boris! Sein Instinkt und sein Überlebenswille trieben ihn weiter, obwohl es unglaubliche Anstrengungen kostete, sich trotz des immer noch starken Winds vorwärts zu kämpfen. Aber es musste genau jetzt sein, denn er war ohne Deckung. Würde ihn in diesem Moment eine so mächtige Bö, wie zuvor erfassen, wäre es um ihn geschehen. Er würde zerschmettert an einem Baum oder Fels enden.
Ein heftiger Schlag traf seine rechte Körperseite und wirbelte ihn herum. Ein Stein hatte ihn getroffen. Der Schmerz war höllisch. Boris verlor kurz die Orientierung, bis er die Höhle wieder vor sich sah. Nur noch ein kleines Stück. Er musste es schaffen, denn er merkte, dass erneut eine dieser wahnsinnig starken Böen heran rollte.
Geschafft! Boris erreichte den Rand des Erdlochs und ließ sich einen kurzen Gang nach unten rollen. Die Höhle war dunkel aber trocken. Nur durch den Eingang drang Licht herein. Draußen tobte der Orkan weiter, doch er konnte Boris nichts mehr anhaben. Erschöpft wie er war, kauerte er sich in eine Ecke um erst einmal ausruhen.
Der Mann mit dem grünen Overall drückte auf den Ausschaltknopf, wonach der Motor mit einem lang gezogenen Heulen die Drehzahl drosselte und schließlich zum Stillstand kam. Dann nahm der Mann die Gehörschützer ab und rief: „Peter! Ich bin hier jetzt auch fertig. Kommst du rüber?“
Mit einem kleinen Traktor, an dem ein kleiner Anhänger angekuppelt war ruckelte der Mann, der vom anderen Peter genannt wurde und ebenfalls einen grünen Overall trug, auf den Kiesweg durch den Park. „Komm, lade das Laubgebläse auf, damit wir Schluss machen können“, sagte Peter, als er neben dem anderen Mann angehalten hatte. „Das Laub rechen wir morgen zusammen.“
Kurz später saßen beide im Führerhaus und machten sich auf den Weg in den wohlverdienten Feierabend. Diese neuen Gebläse waren wirklich nicht schlecht, nur ziemlich laut. Die Blätter, die jeden Herbst die Wege und Wiesen des Parks bedeckten, konnten mit dieser technischen Hilfe wesentlich schneller zu mehreren

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