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Polizei
Verpaßt
Autor: Helmut Wetzel
Eingestellt am: 02.03.2005
Seite 7 von 7

Frau Muller kam pünktlich in Kassel an und wartete am Bahnsteig auf Dr. Lohner, während dieser keine 50 m Luftlinie entfernt, für sie nicht zu sehen, auf der Rampe zum Nachbargleis zusammenbrach. Nachdem sie nicht mehr an sein Erscheinen glaubte, verließ sie an der abgesperrten Rampe vorbei den Bahnhof, nahm ein Taxi und fuhr ins Hotel, um dort auf ihn zu warten.
Während ihrer Erzählung hatte Frau Muller oft gelächelt, war sehr gefasst und ruhig gewesen. Sie wirkte nicht verbittert oder enttäuscht. Sie sagte, dass sie sehr dankbar dafür sei, Herrn Lohner gekannt zu haben. Dass es nicht zu diesem letzten Treffen kam, mache sie zwar traurig, aber das Schicksal habe es wohl nicht vorgesehen. Sie werde noch heute abreisen.
Das Gehen fiel mir schwer. Frau Muller bedankte sich für meine Aufmerksamkeit und die Zeit, die ich ihr geschenkt hatte. Zum Abschied gab sie mir eine Flasche Wein. Sie sagte, dass sie diesen besonderen Wein extra für das Treffen aufbewahrt habe. Sie mochte ihn nicht allein trinken und bat mich, die Flasche mit meiner Frau zu öffnen.
Gibt es in einem solchen Moment die richtigen Worte? Ich weiß nicht mehr, was ich gesagt habe, hoffe aber, dass es die Richtigen waren.
Ich habe oft daran gedacht, Kontakt mit Frau Muller aufzunehmen um zu erfahren, wie es ihr geht. Ich habe es nie getan.
Die Flasche Wein liegt im Keller.


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