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In einem Land
Autor: Roger Leufgen
Eingestellt am: 24.10.2004
Dieser Text im pdf-Format: IneinemLand.pdf (24 kByte)
Clarissa war eine Frau Mitte Dreißig, trug lange, dunkle, wellige Haare und besaß die Figur eines Models. Ihre dunklen Augen in Verbindung mit ihren feinen Gesichtszügen, unterstrichen durch ein zartes Makeup, gaben ihr eine Ausstrahlung, der sich kaum ein Mann entziehen konnte. Diese Ausstrahlung war in den Augen ihrer männlichen Kollegen eine gelungene Komposition aus Sympathie, beruflicher Kompetenz und wohl unbeabsichtigter Unerreichbarkeit. Hätte man Clarissa gefragt, hätte sie letzteres wohl in den Bereich einer groben Fehleinschätzung der männlichen Gedankenwelt ihrer Kollegen verbannt.
Vor zehn Jahren hatte sie einem gut aussehenden, angehenden Arzt ihr Jawort geben und wohnte seitdem in einem netten Eigenheim auf dem Land ausserhalb der Stadt. An ihrem Arbeitsplatz war sehr beliebt, aber auch als sehr selbstbewusst bekannt. Eine Frau die wusste, was sie wollte und sich in der von Männer beherrschten Berufswelt durchsetzen konnte. Gelegentlich unter Einsatz ihres unwiderstehlichen Charmes.
Vor kurzem war sie in das mittlere Management der Firma aufgestiegen. Gerade als Frau hatte sie dies, lässt mal ihren Charme einmal außen vor, nur durch harte Arbeit erreichen können. Einen pünktlichen Feierabend kannte sie nicht. Meist saß sie noch Stunden in ihrem Büro, wenn in den anderen verwaisten Räumen die Raumpflegerinnen die Papierkörbe leerten. Obwohl dieses Engagement ihr diese hervorgehobene Position einbrachte, ahnte niemand die Wahrheit, dass das Büro für Clarissa ein Refugium war. Ein Ort Erholung, Erholung von zu Hause. Am liebsten hätte sie den Feierabend endlos vor sich hergeschoben. Sie fühlte hier eine nicht erstrebenswerte Erholung. Aber auch sie musste irgendwann nach Hause.

(Zum Weiterlesen einfach die pdf-Datei öffnen)


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