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Polizei
Großwildjagd in der City
Autor: Roger Leufgen
Eingestellt am: 24.10.2004
Seite 2 von 3

Schließlich stand er genervt auf und es begann ein Tauziehen zwischen Mensch und Tier. Verlierer war nicht nur der Mensch, auch der Pflock, der knirschend aus dem Boden gezogen wurde. Jetzt verließ die Bälger der Mut und sie bekamen es mit der Angst zu tun. Sie ließen das Seil fallen und suchten das Weite. Das Seil samt Pflock hinter sich her ziehend trottete Pascha hinter den Unruhestifter her.
Für Pascha war die unerwartete Freiheit eine willkommene Gelegenheit für eine Stadtbesichtigung. Es dauerte nicht lange und dieser Vorgang wurde von besorgten Bürgern der Polizei zugetragen. Mittlerweile regelte Pascha souverän den Verkehr auf einer größeren Kreuzung, indem er ihn völlig zum Erliegen brachte. Wir setzten mehrere Streifenwagen ein, die Pascha auf der Kreuzung in gebührendem Abstand einkreisten. Da der Bürger erwartet, dass Polizisten mutig sind, stiegen wir aus und ergriffen das Seil. Pascha beobachtete mißtrauisch unser Treiben.

Unsere beruhigenden Worte verfehlten nicht ihre Wirkung. Pascha trottete auf leichten Zug am Seil hinter uns her. Bis zum Zirkus waren es nur ein paar hundert Meter. Wir hatten schon eine schöne Strecke hinter uns und waren sicher, den Rest des Weges auch noch zu schaffen, wäre da nicht so ein Hund gewesen, dessen Rasse man gemeinhin als Wadenbeißer bezeichnet. Dieser Wadenbeißer wähnte sich wohl unter Polizeischutz und machte seiner Bezeichnung alle Ehre, indem er laut kläffend um Pascha herumwieselte. Damit gab Pascha seine Kooperationsbereitschaft auf und leistete plötzlich heftigsten Widerstand gegen die Staatsgewalt. Es sah urkomisch aus, wie Pascha vier, teilweise stolpernd, teilweise auf den Schuhsohlen rutschenden Polizisten, scheinbar mühelos hinter sich herzog.

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