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Großwildjagd in der City
Autor: Roger Leufgen
Eingestellt am: 24.10.2004
Seite 3 von 3

Ob der Übermacht von einer „KS“ (Kamelstärke) gaben wir schließlich auf und Pascha galoppierte durch den Stadtverkehr davon. Dadurch kam es zu teilweise brenzligen Situationen mit Beinaheverkehrsunfällen. Als letzte Rettung brachten wir seinen Dompteur an den Ort des Geschehens. Aber mit seinem Herrchen wollte Pascha auch nicht reden.
Nun war guter Rat teuer. Da Überredung nicht half, mußten härtere Bandagen ran. Wir führten zwar für den absoluten Notfall, z.B. wenn Tiere durchdrehen und Personen gefährden würden, eine Maschinenpistole mit, doch das wäre wirklich das letzte Mittel gewesen. Schließlich war Pascha an seinem Schicksal gänzlich unschuldig. Ein Narkosegewehr schien die einzige Lösung. Der Zirkus hatte aber keines. Also, Anruf im Zoo. Der Tierarzt dort sagte seine Hilfe zu. Im Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn wurde er abgeholt. Derweil hielten andere Streifenwagen den Verkehr an, damit Pascha ungestört durch die Einkaufstraße bummeln gehen konnte. Eigentlich machte er einen recht coolen Eindruck.
Dann lud der Tierarzt sein Gewehr. Über Lautsprecher wurden Spaziergänger gewarnt und zum Abstandhalten aufgefordert. Man weiß ja nie, wie das Tier reagiert, wenn`s plötzlich knallt und dann piekst. Als das Geschoß das Hinterteil traf, zuckte Pascha kurz mit dem Hinterlauf und setzte seinen Weg gemütlich fort, als sei nichts geschehen. Die Wirkung sollte nach fünf bis zehn Minuten einsetzen, tat sie aber nicht. Ein Kollege meinte, Pascha sei leichtfüßiger geworden und grinse nun ständig. So`n Quatsch! Nun bekam er Nachschlag, diesmal mit der erwünschten Wirkung. Pascha wurde immer müder und konnte sich schließlich nicht mehr auf den Beinen halten. Zum Glück setzte er sich auf den Boden und fiel nicht einfach um. Dann schlief er ein. Der Abtransport war Sache der Männer vom Zirkus, die dabei mächtig ins Schwitzen kamen, als sie Pascha auf den Tieflader zogen.


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