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Polizei
Ente gut - alles gut
Autor: Herbert Hoppe
Eingestellt am: 22.03.2004
Außer der sirrenden Stille des frühmorgendlichen Sonnenscheins war nur ein weiteres Geräusch zu hören – das Klappern einer alten Schreibmaschine, das die traute Idylle der Ausbildungshundertschaft (AHu) störte.
Der Beamte der Verkehrsausbildung, der die Maschine nach dem System „Kolumbus“ (jede Taste eine neue Entdeckung) traktierte, stutzte plötzlich: irgend etwas stimmte da nicht !!!
In das unmelodische Klappern mischte sich ein Laut, der daran zu erinnern schien, dass auch eine Schreibmaschine dann und wann einen Tropfen Öl braucht.
Aber nein!!! Wie ein Quietschen klang das eigentlich nicht – eher wie ein Piepsen.
Mit dem Gespür des erfahrenen Schutzmannes witterte der Beamte sofort G e f a h r !!!
Ohne erst nach einer gesetzlichen Grundlage zum Einschreiten zu denken, hastete der Beamte an das Fenster, sein Blick streifte suchend in dem niedrigen Gestrüpp umher …
dann wurde seine Aufmerksamkeit durch ein erneutes klägliches Piepen zu einem Gebüsch gelenkt – und da saß es: ein kleines Entenkind, gerade eine Hand groß, flauschig weich und aprilfrisch.
Unser Beamter war irritiert, ja verwirrt; solch eine „polizeiliche Lage“ hatte er noch nicht erlebt – aber eines war klar: Hier leg eindeutig eine erhebliche Gefahr für das einsame kleine Entchen vor.
Aber wie ihr begegnen???!!!
Der Beamte überlegte angespannt, dann fiel ihm ein: Geteiltes Leid ist halbes Leid!!!
Er eilte auf den Flur, dann in das Geschäftszimmer der AHu und informierte die dortigen Beamten. „Was? Eine kleine Ente? Im Gebüsch? – Wo, zeig mal!“
Alles eilte zum Fenster – aber man konnte kein Entlein mehr entdecken – man hörte nur das jämmerliche Piepsen. Allen war sofort klar, den Fall konnte nur einer erledigen, „Ente“!!!
„Wo ist Ente???!!!“
Man eilte zur Stärkeübersicht: Verflixt, Ente hat dienstfrei. Also muss die „Mutter der Kompanie“ ran – auch dienstfrei!
Von dem erregten Hin und Her war mittlerweile der „Chef“ auf den Plan gerufen worden.
„Was ist los??? Ne kleine Ente? Wo???“ Der Chef begab sich höchstpersönlich in die Grünanlage und ließ sich vom Fenster her den Weg zum piepsenden Unglücksentlein weisen.
Er nahm es auf die Hand – das Kleine piepste noch jämmerlicher.
Doch einen im Dienst ergrauten, erfahrenen Beamten konnte das natürlich nicht von der weiteren Rettungsaktion abhalten. Das Entlein wurde in das Geschäftszimmer „verbracht“ und im Zuge des „ersten Angriffs“ in einem leeren Karton (natürlich ohne Deckel) „sichergestellt“.


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Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren
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