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Autor: Rudi Bachmann-Völkel Eingestellt am: 04.03.2004
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Ein Polizist, ganz unverfror’n,
wollt tun, wozu er auserkor’n,
was, tut er’s treu und redlich,
oft schwierig und erheblich.
Er soll bei Nachbarstreitigkeiten
den Weg zur Friedlichkeit bereiten.
Er soll, wird jenem was gestohlen,
es suchen, möglichst wieder holen.
Kommt eine Katz vom Baum nicht runter,
wer holt sie von im runter, munter?
Auch soll er, soll sich wer verletzen,
den approbierten Arzt ersetzen.
Er soll auch dieses, jenes, das.
Nicht immer macht, was er soll, Spaß.
Doch alles nehm er schweigend hin,
gedenk dem Spruch:
‘S ist halb so schlimm.
Nur manchmal, ich kann’s gut versteh’n,
könnt glatt er durch die Wände geh’n,
wenn nämlich jene, die was wollten,
mit ihm, dem Polizisten, grollten,
nur weil er, ist’s ein Grund zum Schämen,
was regeln muss, eben mit jenen,
die vorher, als es and’re traf,
sein Handeln wollten, möglichst scharf.
In diesem ganz speziellen Fall,
hat er, wenn er was tut, ‘nen Knall,
ist kleinlich, übertrieben hart,
es wird nicht an Getier gespart,
was jener Polizist sein soll:
Bulle zu sein ist würdevoll !?
Und die Moral scheint hier zu sein,
ein jeder Mensch für sich allein,
glaubt, dass er was Besond’res ist.
Zu spür’n bekommt’s der Polizist,
der, wenn er alle gleich behandelt,
gerecht, doch recht nicht jedem handelt.
Und’s recht zu machen jedermann,
ist eine Kunst, die niemand kann.
 (2207)
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