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Polizei

Hörbuch
Aus der Seele gesprochen - Die Texte der Polizei-Poeten als Hörbuch auf 2 CD's!
Mehr Infos bei der Stiftung Polizei- Seelsorge

Pressestimmen:

Artikel in Rheinischer Merkur vom 24.06.2010:

LITERATUR IM INTERNET

Was reimt sich auf Demo?

Tatort Wirklichkeit: Auf „Polizei-poeten.de“ verdichten Ordnungshüter ihre Alltagserfahrungen zwischen Lebensgefahr und Langeweile.

VON UTE GRUNDMANN

Poetisch ist ihr Alltag eher selten und ob sie sich am Ende auf alles einen Reim machen können, ist nicht klar. Gerade deswegen haben Polizisten, die über ihren Berufsalltag schreiben, ihre Webseite Polizei-poeten.de genannt. Etwa 200 Polizei-Autoren quer durch Deutschland steuern ihre Texte bei. Obwohl täglich TV-Kommissare vor einem Millionenpublikum ermitteln, bleibt in den Medien vieles zum Thema Polizistenalltag ungesagt. „Zähflüssig tropft die Zeit vom Zifferblatt“, beschreibt ein Autor die Eintönigkeit der Nachtschicht. Viel häufiger greifen sie Berufserlebnisse auf, die ihnen unter die Haut gegangen sind. ...

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Artikel in der Federwelt vom 02.06.2010:

Polizei-Poeten: All-Age-Literatur

Der Club der ermittelnden Dichter: die Polizei-Poeten.

Laura Rose stellt die Polizei-Poeten vor und unterhält sich mit Hundeführer Elmar Heer.

Schlachthof“ heißt das Münchner Kulturzentrum, das an diesem Abend zum Tatort wird. Ein Blaulicht zuckt auf dem kleinen Holztisch auf der Bühne, an dem zwei Schauspieler, Christiane Neukirch und Andreas Stock, Texte der Polizei-Poeten lesen. Vier Anthologien sind seit 2005 bei Piper erschienen – und was das Publikum an diesem Abend zu hören bekommt, ist nicht nur richtig gute Literatur, es ist mehr: Es sind Geschichten aus den tiefsten menschlichen Abgründen. Dorthinein schauen die Polizisten im Dienst. Und manchmal setzen sich die Bilder fest. Die erste Leiche. Das tote Kind. Die Familie aus Togo, die nachts aus den Betten gerissen wird: Abschiebung! Die Überbringung einer Todesnachricht. Tausende von blutigen Hautfetzen, die der alte Mann, der sich vor den Zug warf, zurückließ. Und irgendwo im Kies liegt sein abgerissener Kopf, den ein Bestatter grob an den Haaren packt und in den mit Plastik ausgeschlagenen Sarg plumpsen lässt. Alles echt, alles wahr, nichts erfunden. ...

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Artikel im Kölner Stadtanzeiger 31.7.2009:

Janine Binder aus Kerpen ist Polizistin und verarbeitet Gewalterlebnisse im Beruf in Texten

Worte sind ihr lieber als die Dienstwaffe

von Uli Kreikebaum

Wenn sie eine Leiche sieht, isst Janine Binder Schokoriegel. „Ich weiß, das hört sich makaber an“, sagt sie, als sie mit ihrem winzigen Auto die Autobahnen abfährt, auf denen ihr der Tod so oft begegnet ist. „Schokolade hilft mir, den Kloß im Hals zu bekämpfen.“ Die zierliche Frau mit dem Sommersprossengesicht lacht. Schnell wie die Industrieschlote des Knapsacker Chemieparks am Fenster vorbeihuschen, weicht die Freude aus ihren Zügen. Früher habe sie zur Beruhigung geraucht. ...

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Artikel im Weserreport vom 07.03.2010:

Amüsantes, Bewegendes und Gefährliches: Die „Polizei-Poeten“ berichten aus ihrem Alltag

Ein Blick unter die „grüne Haut“

Wenn die Bilder im Kopf bleiben, kann Schreiben zur Therapie werden. Polizisten wie der Lesumer Polizeihauptkommissar Michael Birkhan schreiben sich den „Job“ von der Seele.

VON ANTJE PREUSCHOFF / Weserreport

Es ist eine Szene wie aus einem Slapstick-Film. Da rennt der Dieb mit seiner Beute den Verfolgern davon, dreht sich nach ihnen um – und knallt gegen eine Laterne. Woraufhin er benommen zu Boden geht und von den Polizisten „nur noch eingesammelt werden“ muss. Dieser amüsante Vorfall „ereignete“ sich jedoch nicht irgendwann im fernen Hollywood, sondern 2009 in Vegesack. Festgehalten hat ihn der Polizeihauptkommissar im Einsatzdienst Nord/Bremen-Lesum, Michael Birkhan. Birkhan ist ein „Polizei-Poet“. Die „Polizei-Poeten“ sind ein Netzwerk von Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet, die auf der Internetseite www.polizei-poeten.de über Einsätze berichten, die sie nachhaltig beschäftigten. ...

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Braunschweiger Zeitung vom 21.02.2010:

Die ersten Gedichte mit 14 verfasst

Kriminalkommissar Holger Jürges aus Jerxheim hat eine lyrische Ader – Zwei Bände sind bereits veröffentlicht

Von Norbert Rogoll

SCHÖNINGEN/JERXHEIM. Polizeidienst und Lyrik passen nicht zusammen? Weit gefehlt! Kriminalkommissar Holger Jürges aus Jerxheim ist ein Beispiel dafür. Der Beamte im Ermittlungsdienst bei der Polizei Schöningen schreibt in seiner Freizeit Gedichte und hat schon zwei Bücher herausgegeben. Weitere sind in Arbeit. Schon seit seiner Kindheit hat der gebürtige Emmerstedter eine lyrische Ader. "Mit 14 Jahren habe ich schon die ersten Gedichte geschrieben, von denen einige im ersten Buch Splitter in der Seele stehen", blickt der 53-Jährige zurück. Dann sei die vorhandene Fähigkeit erst wieder mit 50 Jahren aus dem Schlaf geweckt worden. ...

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Artikel in der taz vom 14.12.2009:

Ein Tag im September

Polizisten müssen bei ihrer Arbeit mitunter hart im Nehmen sein. Da kann das Schreiben helfen: Auf der Internetplattform www.polizei-poeten.de veröffentlichen manche Beamte Texte, in denen sie ihre Erlebnisse verarbeiten. Einige der Texte, die sich mit Ereignissen in Niedersachsen beschäftigen, erscheinen nun als Buch

von Klaus Irler

Am frühen Morgen des 4. September 1982 ahnt Thomas Knackstedt nicht, was ihm bevorsteht. Es ist sonnig und Knackstedt, 21 Jahre alt und Gruppenführer einer Grenzschutzeinheit, sitzt im Zwischenlager Gorleben und frühstückt mit Kollegen. "Die Sonne taucht das Wendland in malerische Farben", erinnert sich Knackstedt. Er denkt an die Sorgen der Wendländer und an den "Atomkraft? Nein Danke!"-Sticker, den er selbst auf sein Privatauto geklebt hat. Er denkt, dass er seine Überzeugung und seinen Job "gut unter einen Hut" bekommen würde - und dass das am 5. September 1982 immer noch so ist. Aber das ist es nicht. Knackstedt wird in die Kämpfe zwischen Atomkraftgegnern und Polizei verwickelt. Sein Vorgesetzter postiert ihn vor einem Stacheldrahtzaun und löst die Gewaltspirale durch unverhältnismäßige Prügel aus. Von vorne drücken die Demonstranten Knackstedt in Richtung Zaun und aus den Bäumen wird Knackstedt von Chaoten beschossen. Auf beiden Seiten entwickelt sich "bedingungsloser Hass". Knackstedt wird so panisch, dass er wahllos auf jeden einprügeln würde, den er antrifft. Es wird nicht nur ein grauenvoller Tag für Knackstedt, sondern auch einer, der ihn noch lange beschäftigt. Aufgeschrieben hat er das in dem Text "Tanz auf dem Vulkan", der in der Anthologie "Notruf 110. Polizeieinsatz in Niedersachsen" enthalten ist. ...

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Beitrag in der ARD vom 15.02.2009:

Angst in Uniform

Ein Film von Udo und Gisela Kilimann

Kommissarin Stella Hofmann (28) und ihr Kollege Jörg Brackmann (29) jagen einem jungen Mann hinterher. Sie erwischen ihn, blitzschnell klicken die Handschellen. Eine gefährliche Situation: Der Verdächtige hatte Passanten kurz vorher mit einem Messer bedroht. "Es ist immer ein ziemlich mulmiges Gefühl", sagt Kommissarin Hofmann, "wenn ich weiß, der Verdächtige ist bewaffnet." Sie kam vor zehn Jahren gleich nach dem Abitur zur Polizei. Immer mehr Gewalt Bildunterschrift: ] Seit einigen Jahren erlebt sie immer mehr Einsätze, bei denen Gewalt im Spiel ist. Es wird brutaler zugeschlagen, schneller ein Messer gezückt. Immer öfter richtet sich die Aggression auch gegen die Uniformierten. Stella Hofmann ist schlank, geradezu zierlich und geht sehr einfühlsam mit Menschen um, die ihre Hilfe brauchen. Doch sie kann auch anders. Tatverdächtigen vom Typ Bodybuilder, die womöglich noch bewaffnet sind, macht sie in Sekunden klar, wer das Sagen hat. "Niedersprechen" heißt die Methode im Polizeijargon. Tatsächlich tritt die Kommissarin dabei mit einschüchternder Pose auf und schlägt einen Ton an, dessen Schärfe keine Reaktion duldet. ...

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Artikel in der Neuen Presse Coburg vom 20.01.2009:

„Ich muss leere Hände sehen!" Warum der Ex-Polizist Mike Muche mit einem Buch einen schrecklichen Vorfall aufarbeitet

Ich habe getötet!

von Michael Horling

Geldersheim / Schweinfurt. Die Nacht des 1. März 2004 hat das Leben des Michael „Mike" Muche verändert. Der ehemalige Polizeibeamte tötete damals in Notwehr und unter dramatischen Umständen in der Nähe des Schweinfurter Friedhofs bei einem Einsatz einen Mitte 30 Jahre alten Mann. In der Folgezeit kam der heute in Geldersheim lebende 51-Jährige nicht klar mit der Verarbeitung der Tragödie, weshalb ihn der Freistaat vorletzten Sommer in den Ruhestand schickte. Mittlerweile versuchte er auf 191 Seiten in einem Buch das Ereignis und die Konsequenzen zu verabeiten. „Ich habe getötet", heißt das von ihm alleine geschriebene und ohne Lektor entstandene Werk, das längst überregional für Schlagzeilen sorgt. ...

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FrauTV vom

Die Angst der Polizistin

„Nur mit meiner Schutzweste!“

Moni Zygmann geht kein Risiko ein: Sie beginnt jeden Dienst mit dem Anlegen der Schutzweste, obwohl das Tragen der kugelsicheren Weste nicht zwingend vorgeschrieben ist. Schon das Anlegen dieser Weste ist wie eine Metapher für die Gefahren, die Moni Zygmann in ihrem Alltag begleiten. Obwohl sie in ihrer Ausbildung auf vieles vorbereitet worden ist, erweist sich die Praxis doch oft viel schwieriger als die Theorie: Die Tatsache, dass es sich um echte Verbrecher und echte Leichen handelt, musste Moni Zygmann auch psychisch verkraften lernen. Die Angst wird zum ständigen Begleiter, den es zu überwinden gilt, und die Tragödien, die sich hinter den Fenstern privater Wohnungen abspielen, lassen niemanden unberührt. Um ihren Job gut zu machen, versucht Moni Zygmann, solche Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen. ...

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Deutschlandradio Kultur vom 15.09.2008

Radiofeuilleton - Kritik

Hinter der grünen Haut

von Pieke Biermann

Im Fernsehen sehen wir patente Kommissarinnen, und wenn es brenzlig wird, kommt auch schon der hilfreiche Kollege um die Ecke, um sie zu beschützen. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? In "Die Angst ist dein größter Feind" berichten Polizistinnen erstmals von ihrer Arbeit. Lebensnahe, authentische Geschichten über eine ganz besondere Herausforderung. ...

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Artikel in der Berliner Zeitung vom 27.07.2008:

Allein unter Männern

Erstmals berichten Polizistinnen in einem Buch über ihren Berufsalltag. Die älteste Autorin ist 84 - und erinnert sich an die harten Anfänge

von Wiebke Hollersen

DÜSSELDORF. An der Tür zu der kleinen Wohnung, in der sie jetzt schon seit mehr als zehn Jahren lebt, steht kein Name, sondern eine Nummer. Wie in einem Hotel. 110. Einhundertzehn, kann man das lesen, oder eins-eins-null.
Wenn man vor der Tür von Wiltrud Wehner-Davin steht, liest man eins-eins-null. Die Tür gehört zu einem Altenheim der schöneren Art. Ein Hochhaus in einem ruhigen Stadtteil von Düsseldorf, durch eine Glastür gelangt man in die Lobby, in der es Sessel gibt und einen Empfangstresen. Der Mann dort sagt, dass manchmal Leute nach einem Zimmer für eine Nacht fragen.
Eins-eins-null, die Polizeinummer an der Tür, das soll ein Zufall sein. So steht es in dem Buch "Die Angst ist dein größter Feind - Polizistinnen erzählen", das in diesen Tagen im Piper-Verlag erscheint und für das auch Wiltrud Wehner-Davin geschrieben hat. Geschichten über ihre Arbeit bei der Weiblichen Kriminalpolizei in den fünfziger und sechziger Jahren. So hießen die einzigen Polizeieinheiten, bei denen in Westdeutschland damals Frauen arbeiten durften.
Wiltrud Wehner-Davin gehörte zu den ersten Frauen, die nach dem Krieg dort anfingen. ...

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Artikel in Evangelische Kirche im Rheinland vom 23.07.2008:

Polizei

Schreiben, um Mensch zu bleiben

Sie sind die ersten am Unfallort, bei Prügeleien auf der Straße oder bei Gewalt in der Familie. Aber wie gehen Polizistinnen und Polizisten nach Feierabend mit ihren aufwühlenden Erlebnissen um, die sie nicht mit der Uniform im Schrank verstauen können?

von Bettina von Clausewitz

Für manche ist das Schreiben zum Ventil geworden, beim bundesweiten Internet-Projekt der Polizei-Poeten etwa, an dem sich auch viele schreibende Polizisten aus dem Rheinland beteiligen. Am 25. Juli kommt der dritte Band mit zumeist autobiografischen Kurzgeschichten der Polizei-Poeten in den Buchhandel. Die beiden ersten Bände sind bereits im vergangenen Jahr von der „Stiftung Polizeiseelsorge“ in Wuppertal als Hörbuch herausgegeben worden. ...

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Artikel in Deutschlandradio Kultur vom 14.06.2008:

Die Polizei-Poeten: den Alltag von der Seele schreiben

"Ich schreib' einfach, weil es wichtig ist"

Sie sehen täglich schier unvorstellbare Dinge im Einsatz: Polizisten, quer durch Deutschland. Was machst Du, wenn Du gerade die Position der Leiche eines Kindes unter einem Lkw mit Kreide markiert hast? Frauen und Männer in Uniform schreiben sich die harte Realität von der Seele - im Internet.

von Bettina von Clausewitz

"Ich schreib einfach, weil es wichtig ist. Aber es ist natürlich auch eine gute Möglichkeit, sich das Ganze von der Seele zu schreiben. Also man schreibt's nieder, und dann braucht man nicht weiter drüber nachzudenken. Also gerade die schlimmen Sachen und die einen sehr belasten, mit toten Menschen oder toten Kindern - noch schlimmer - oder wo unheimlich viel Emotionalität im Raum war, die muss man irgendwie loswerden..."
"... Ich sehe mich meine Arbeit tun, stumpf, ohne Gefühl, alles erledigen, was getan werden muss. - Sehe meinen Kollegen und mich neben der Leiche des Großvaters knien, wie wir ihn herumrollen, um an das Portemonnaie in der Gesäßtasche zu kommen. Ich sehe, wie mein Kollege seine mit Urin und Kot verschmutzten Aids-Handschuhe ins Gras wirft, nachdem er die Hosentaschen des Toten durchsucht hat. ... Ich sehe, wie mir jemand einen Notfallschokoriegel zusteckt und ich ihn geistesabwesend esse. Gut, dass ich schwebe und alles von fern wahrnehme, wäre ich in mir, mich würde es zerreißen."
"Schweben" hat Janine Binder dieses Ereignis aus ihrem Polizeialltag genannt. Ein schwerer Auffahrunfall mit Toten, eine von vielen Erfahrungen auf Streife, die sie zu Literatur verarbeitet hat. Denn die zierliche 27-Jährige mit der sanften Stimme hat schon zehn Jahre Berufserfahrung: zuerst auf dem Kölner Autobahnring und jetzt in der grauen Hochhaussiedlung Köln-Chorweiler. ...

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JustizIntern Nürnberg vom 01.01.2008:

Polizisten erzählen

Jeden Tag den Tod vor Augen

von Claudia Schneider

Eine treffendere Überschrift als den Buchtitel selbst kann es für diesen Artikel nicht geben. "Jeden Tag den Tod vor Augen" erzählt vom Arbeitsalltag deutscher Polizisten, von Erlebnissen und Erfahrungen, die ihnen sehr, sehr nahe gehen. Was es hier in 36 sehr unterschiedlichen Geschichten zu lesen gibt, hat nichts mit actiongeladener Fernseh-„Reality“, reißerischen Erfahrungsberichten oder Enthüllungen zu tun. Es sind kleine Ausschnitte aus dem Polizeiberuf in all seinen Facetten, nur kurze Momentaufnahmen manchmal, die dennoch sehr berühren und nachdenklich stimmen. „Begebenheiten aus dem Dienstalltag“ hat da einer aufgeschrieben, „weil sie schön schrecklich, tragisch oder lustig sind – oder alles zusammen“. ...

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Artikel in Nordbayern.de vom 18.06.2007

Poet in Uniform

von Andra König

Über Polizisten weiß man, wenn man ganz ehrlich ist, recht wenig. Geschichten von den schweren Aufnahmeprüfungen für Berufsanfänger kennt man von Bekannten, die daran gescheitert sind. Und dass die Männer und Frauen in den grünen Uniformen zu allen Tages- und Nachtzeiten Dienst haben, weiß man aus dem «Tatort», in dem die Kommissare regelmäßig aus dem Bett geholt werden. Was aber geht in einem Polizisten vor, wenn er bei oft schrecklichen Ereignissen wie einem Selbstmord oder einem schweren Unfall an den Tatort kommt, Angehörigen Todesnachrichten überbringt oder ein Kollege im Dienst stirbt? ...

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Artikel in der Norddeutschen Zeitung vom 26.05.2007:

Jeden Tag den Tod vor Augen

Rollentausch: Hier wird der Hauptkommissar zum Erzähler

"Wir sehen ja die Opfer..." - Der Lesumer Polizeibeamte Michael Birkhan über seine Motivation zum Schreiben

Episoden aus dem Polizeidienst

Polizeihauptkommissar Michael Birkhan aus Meyenburg ist seit 1985 Polizeibeamter in Bremen, seit 2005 Abschnittsleiter am Einsatzdienststandort Lesum. Außerdemist er Autor der Erzählung "Die Kampfmaschine" im zweiten Buch der Polizei-Poeten. Im Gespräch geht er seiner Schreibmotivation auf den Grund, entwickelt eine lange Kette anschaulicher und dramatischer Bilder aus dem Polizeialltag. Er beginnt zu erzählen, und man möchte nicht unterbrechen.

"Quelle: Bremer Tageszeitungen AG 2007_Autorin/Fotografin: Edith Labuhn" ...

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Radio Bremen

Literatur aktuell

Jeden Tag den Tod vor Augen - Erzählungen

Wie gehen Polizisten damit um, fast jeden Tag in irgendeiner Form dem Tod zu begegnen?

von Anja Kwijas

Ob Mord, Raubüberfall oder Suizidversuche? Viele von ihnen wenden sich nach einem solchen Einsatz an einen Psychologen oder reden mit Freunden und Kollegen über das Erlebte. Immer mehr Polizisten aber schreiben sich ihren Frust von der Seele. Seit mehr als 3 Jahren gibt es im Internet das Projekt "Polizei-Poeten". Ein Forum, in dem Polizisten ihre Geschichten veröffentlichen und für andere lesbar machen können. Aus diesem Projekt ist nun ein Buch entstanden. Anja Kwijas hat das Buch gelesen und mit zwei Autoren aus der Region gesprochen. ...

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Artikel im Donaukurier vom 27.12.2006:

Blick hinter verschlossene Türen

München/Nürnberg (DK) Ein blutiger Schlüssel. Das war alles, was von ihm übrig blieb. Er hinterließ keinen Abschiedsbrief, kein Testament. Nichts. Erst vor zwei Monaten war seine Frau gestorben und mit ihr ein Stück von ihm. Leere muss sich in dem 74-Jährigen ausgebreitet haben. Unendliche Leere und Sinnlosigkeit. Bis er sich eines Tages auf ein Bahngleis stellte und ein mit 160 Stundenkilometern heranrasender Zug seinem Schmerz ein Ende bereitete.

von Claudia Stegmann

Es ist die Geschichte von Johann Albert W., der sich lieber von einem Zug zerfetzen ließ, als noch einen Tag länger ohne seine Ruth zu leben. Und es ist die Geschichte von Elmar Heer, dem Polizeibeamten, der in jener Nacht die Unglücksstelle inspizieren musste und neben dem Entsetzen, der Angst und der Trauer eine bittere Wut dem alten Mann gegenüber empfand. Weil er ihm so etwas zumutete. Weil sich die Bilder für immer in sein Gedächtnis einschweißen würden. ...

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Artikel in ZDF aspekte vom 17.11.2006:

Poeten in Uniform

Schluss mit dem "Bullengetue" - auf Streife mit den Polizei-Poeten

von Brid Roesner

Polizisten, das sind harte Kerle, die so schnell nichts erschüttert, und überhaupt gewinnt im Grunde doch eh immer das Gute ... So oder ähnlich kennen wir das Klischee. Doch die John Wayne-Zeiten sind vorbei. Die allgemeine Auffassung von Polizisten lässt sich in der Regel einfach zusammenfassen: Entweder sie ist positiv, nämlich immer dann, wenn der Polizist als Freund und Helfer auftritt. Oder negativ - zum Beispiel, wenn es mal wieder einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens gibt. ...

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Artikel in der Heidenheimer Zeitung vom 07.11.2006:

Lesung mit Volker Uhl in der Dischinger "Arche"

Blicke unter die grüne Haut

von Marita Kasischke

Wer zur Polizei geht, der verlässt diese meist sehr aufgewühlt. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Besuch höchst freiwillig erfolgt, so wie dies bei den Besuchern der "Arche" in Dischingen am Sonntag der Fall war. Zu Gast war dort Volker Uhl ...

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Fränkische Nachrichten vom 12.10.2006:

Das etwas andere Bild der Polizei

Beamte mit poetischer Ader trafen sich auf dem Reinhardshof zu einem Workshop

Einen Wochenend-Workshop absolvierten anlässlich eines "Bundesweiten Treffens von Polizei-Poeten" Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei in den Räumen der Akademie der Polizei, Außenstelle Wertheim, auf dem Reinhardshof. Zu diesem "2. Schriftsteller-Workshop" konnten die Verantwortlichen der "Polizei-Poeten", Volker Uhl und Jens Mayer, auch den in der Region bekannten Polizeibeamten und Autor mehrerer Bücher, Ulrich K. Hefner, zum Thema "Der Roman - Von der Idee zum Buch" verpflichten. ...

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SWR 1 Radioreport

Volker Uhl und die Polizei-Poeten

von Stefanie Meinecke

Es gibt Menschen, die passen in kein Klischee. Kriminal-Hauptkommissar Volker Uhl ist so einer: Kein Schimanski-Typ und auch weit entfernt vom Kommissar-Bienzle-Image; kein Draufgänger und kein Grübler - dafür Literat im Nebenberuf. Seit 25 Jahren ist Volker Uhl bei der Polizei; vor gut vier Jahren gründete er die "Polizei-Poeten", eine Art Dichterclub im Internet. Unter www.polizei-poeten.de tauschen mittlerweile mehr als 100 Autoren ihre Geschichten aus. Es sind Geschichten aus dem Polizeialltag, voll Leben und Sterben - und voller Gefühl. Denn in jeder Uniform, sagt der 44-jährige Volker Uhl steckt ein Mensch. ...

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Artikel in Chrismon vom 07.08.2006:

Polizei-Blues

Es sind harte Kerle, toughe Frauen. Sicher. Aber sie haben auch Angst, Wut und Mitleid, und darüber schreiben sie. Vier Kurzgeschichten von vier Polizisten

Im September 2002 schickte der Ludwigsburger Kripo-Beamte Volker Uhl im Internet an seine Polizeikollegen den Aufruf, ihre Erlebnisse im Arbeitsalltag literarisch zu verarbeiten. Anfangs waren es fünf, mittlerweile sind es 100 Polizisten, die auf der Website www.polizei-poeten.de über den „Menschen hinter der grünen Haut“ schreiben. Über die Verzweiflung, einen toten Kollegen zu begraben, die Angst, eine Todesnachricht zu überbringen, und die Frage, ob man nicht die Falschen einsperrt und die Richtigen laufen lässt. Inzwischen haben die Polizisten aus ihren Texten zwei Bücher gemacht. ...

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Mainzer Allgemeine Zeitung vom 19.05.2006:

Hinter der grünen Uniform

Texte voll Tod und Leben: Polizei-Poet Volker Uhl liest im "Polizeiladen"

von Kirsten Strasser

"Emils Weg in die Ewigkeit" dauert zwei Sekunden. Seine Kniegelenke brechen wie Salzstängel. Sie kleben bereits am Armaturenbrett, als die Lenksäule in seine Brust dringt - "wie eiin Finger in eine Semmel". Sein Kopf durchschlägt die Windschutzscheibe, wird wieder zurückgerissen. Dann Stille. "EinKumpel von mirhat die Geschichte gelesen", sagt Polizei-Poet Volker Uhl. "Seitdem schnallt er sich an." Die Erzählung von Emils Tod ist eine von 37 Kurzgeschichten in dem Buch "die erste Leiche vergisst man nicht". Herausgegeben hat es der Ludwigsburger Kriminalhauptkommissar Uhl, der jetzt im Mainzer Polizeiladen zu Gast war. Die erste Lesung im neuen Beratungszentrum der Polizei hätte nicht besser verlaufen können: Es waren spannende, erschütternde, einfühlsame Geschichten aus dem Polizeialltag, die von hoher schriftstellerischer Qualität zeugten. Ein schrecklicher Unfalltod. Ein Mann der seine Kinder jahrelang missbraucht hat und sich dann an der Enkelin vergeht. Die Mutter eines siebenjährigen Jungen, der die Nachricht vom Tod ihres Kindes überbracht werden muss. Der Erhängte. Der Mörder in der Tiefgarage. Der Tod und das Grauen: Jeder Polizist hat eine Geschichte darüber zu erzählen, und manch einer schreibt sie nieder. Vor vier Jahren rief Uhl das Internet-Projekt "Polizei-Poeten" ins Leben, das viele Polizisten dazu animierte, Erlebtes in Worte zu fassen. Daraus entstand "Die erste Leiche vergisst man nicht", das Ende 2005 auf den Markt kam. Was ist es, was das Buch so faszinierend macht? "Die Sprache ist beeindruckend - überhaupt nicht der typische Polizeijargon", sagt ein Besucher der lesung. Recht hat er. Die Texte sind weit mehr als bloße Schilderungen aus dem Polizeialltag. Polizisten kehren nicht den abgebrühten Bullen à la Schimanski raus - sie lassen das Visier herunter und zeigen, wer hinter der Uniform steckt. Menschen nämlich, die Angst haben, weinen, mit Opfern fühlen, im wahrsten Sinne erschüttert werden. Und immer wieder sind die Erzählungen zeugnisse großen Mutes. Volker Uhls zweites Buchprojekt ist schon in Arbeit, immer mehr Polizisten entdecken die Schreiberei für sich. Wer weiß, vielleicht ist dann auch ein Autor aus dem Mainzer Polizeipräsidium dabei. Denn auch hier passieren die Geschichten. ...

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echt - Das Magazin der evangelischen Kirche

Heft 01/2006

Ich habe angefangen es aufzuschreiben

Sie treten an als Freunde und Helfer, doch oft genug müssen sie die Erfahrung machen: Hier gibt’s nichts mehr zu helfen. Einige schreiben sich den Frust vom Leib. Sie nennen sich „Polizei-Poeten“, im Herbst erschien ihr Buch „Die erste Leiche vergisst man nicht“. Zu den Autoren gehört Kommissar Helmut Wetzel aus Kassel.

von Marie Lampert

Eine Leiche macht ihm nichts mehr aus. Seit zehn Jahren ist Helmut Wetzel bei der Kripo in Kassel, Kommissariat 11, zuständig für Mord, Raub, Vermisste, Kindesmisshandlung und so weiter. Wetzel hat mehr als 30 Dienstjahre auf dem Buckel, dabei ist er noch gar nicht so alt. Mit 17 ist er eingestiegen: Polizeischule, Fachoberschule, Schutzpolizei in Frankfurt, Kassel, dann Kripo. Er ist immer noch fasziniert von seinem Beruf, er guckt Krimis, liest Krimis und „irgendwann habe ich angefangen, Begebenheiten aus dem Dienstalltag aufzuschreiben – einfach, weil sie schön, schrecklich, tragisch oder lustig sind – oder alles zusammen“. ...

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Artikel in HAZ vom 11.03.2006:

Polizisten sind auch nur Menschen

von Wiebke Ramm

Nicht jeder Einsatz dient beruflichen Zwecken enthüllt Manfred Schneegans in seinem Buch
Nicht jeder Einsatz dient beruflichen Zwecken enthüllt Manfred Schneegans in seinem Buch
Gestört habe ihn die Bezeichnung "Bulle" nie, sagt der pensionierte Kommissar Manfred Schneegans. 36 Jahre hat Schneegans als Polizist in und um Hannover gearbeitet - als Bereitschaftspolizist, Motorradstreife und Kommissar. Nun hat der Burgwedeler ein Buch geschrieben. Unter dem Titel "Nur ein mieser Bulle?" schildert er anektdotenreich seine Jugend im Hannover der dreißiger und vierziger Jahre und sein Weg vom Tischlerlehrling zur Polizei.

Auf knapp 300 Seiten zeigt er dem Leser den Menschen unter der Uniform ...


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Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 18.02.2006:

Polizeihauptkommissar Lothar Riemer schreibt Kurzgeschichten über seine Einsätze

Das Elend im Kleinen muss einfach auch erzählt werden

Die Resonanz der Kollegen auf die Texte ist äußerst positiv / Für ein eigenes Buch fehlt die Zeit

Von Steffen Heinzelmann

Als Lothar Riemer alles zu viel wurde, griff er zum Stift. „Ich musste mir das ganze Elend, den Frust einfach wegschreiben“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Von Hauptbahnhof und Olympiapark schrieb er, von Schlägereien und Überfällen, Nutten und Junkies. Von seinem Alltag in Uniform eben, damals Ende der 1980er als Schutzpolizist. „Das musste irgendwie raus“, sagt Riemer. Zuerst für sich. Und als Beschreibung für seine Kinder. Zwei dieser Geschichten kann jeder lesen. Für die Internetseite www.polizei-poeten.de dichten und erzählen Dutzende Polizisten. Einige davon stehen im Sammelband „Die erste Leiche vergisst man nicht“, auf das Riemer im Urlaub vergangenes Jahr gestoßen ist. „Das ist eine Plattform, um eigene Erlebnisse zu verarbeiten“, sagt Riemer, „aber auch für Kontakte untereinander.“ ...

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Artikel in den Nürnberger Zeitung vom 09.11.2005:

Polizisten erzählen

Die erste Leiche vergisst man nicht

Dieses Buch ist besser als tausend Krimis. Aber: Warum lesen wir überhaupt Kriminalromane? Warum lesen wir ein Buch, in dem Polizisten von den schrecklichsten Dingen des Lebens berichten? Es ist unsere Faszination für „die dunkle Seite“. Der Grusel wird angenehm durch das Gefühl: Mir kann das nicht passieren, ich bin keiner von denen.
Dass wir im tiefsten Inneren wissen, dass jeder von uns binnen einer Stunde sowohl Opfer als auch Täter werden kann, wenn das Schicksal uns übel mitspielt - das ist der verborgene Kern dieser Faszination. („Herr Richter, ich wollte meine Frau nicht töten, aber als sie mir dann mitten ins Gesicht gesagt hat . . .“)
Von Magnus Zawodsky


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Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 29.10.2005

Lesung mit Polizeipoeten endet mit einem Blechschaden

Volker Uhl liest in der Hemminger Bibliothek aus seinem unlängst erschienenen Buch "Die erste Leiche vergisst man nicht"

Hemmingen. Heimspiel für Volker Uhl. Doch ist es ein Vorteil für den Polizeipoeten, in jenem Ort aus seinem Buch zu lesen, in dem er zu Hause ist? Als er unmittelbar vor dem Auftritt in Hemmingen auf sein Publikum blickt, ist sich der Kripobeamte da wohl nicht so ganz sicher.

Von Franziska Kleiner


Die Freude ist groß, natürlich. "Hallo, schön dass Du gekommen bist", sagt Volker Uhl zu einem Bekannten, der eben den Raum betreten hat. Uhl begrüßt am Donnerstagabend viele namentlich, auch freundschaftlich. Er genießt es sichtlich, in vertrauter Runde zu sein. Die Freude ist auf beiden Seiten. Denn auch die Gäste, die an diesem Abend wegen ihm in die Hemminger Bücherei gekommen sind, freuen sich ob des Wiedersehens an einem eher ungewöhnlichen Ort.
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Ipf- und Jagstzeitung vom 27.10.2005

Gerald Marek aus Ellwangen

Polizei-Poet schreibt sich den Alltag von der Seele

Ellwangen – Gerald Marek aus Ellwangen ist Kommissar. Und er gehört zum Club der grünen Dichter. Seit zwei Jahren schreibt er für das Internet-Portal „Polizei-Poeten“ Kurzgeschichten und Gedichte. Zwei seiner Texte wurden im Buch „Die erste Leiche vergisst mannicht“ veröffentlicht. Es wird am 2. November im Irish Pub Leprechaun vorgestellt.
von unserem Redaktionsmitglied Verena Schiegl


Viele Drehbücher hat Dietz-Werner Steck für seine Rolle als Tatort-Kommissar Bienzle schon gelesen. Doch nie haben sie ihn so stark berührt wie die Geschichten in dem Werk „Die erste Leiche vergisst man nicht.“ Wohl deshalb hat er das Vorwort zu dem Buch geschrieben, dass seit Anfang Oktober auf dem Markt ist.
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Deutschlandradio - Büchermarkt vom 25.10.2005

Wie Polizisten und Polizistinnen ihren Beruf erleben
Von Florian Felix Weyh


"Die erste Leiche vergisst man nicht"

Volker Uhl, Kriminalhauptkommissar im schwäbischen Ludwigsburg, gründete die Internetplattform schreibender Polizisten, aus deren Fundus er nun das Buch "Die erste Leiche vergisst man nicht" zusammengestellt hat. Wie in einem Krimi geht es darin um Verbrechen, doch den zwei Dutzend Polizeibeamten und -beamtinnen stehen häufig soziale Situationen im Mittelpunkt.

Literatur wird gemeinhin von Geistesriesen betrieben, und Riesen werfen Schatten. So große, dass im Dunkel ihrer abgewandten Seite ganze Welten verschwinden - die Berufswelt zum Beispiel. Beklagt wurde das schon von den Realisten im 19. Jahrhundert, doch wirklich interessant fanden die Schreibarbeiter aller Nationen das Leben in den Fabrikhallen, Kontoren, Werkstätten nie. Mit einer gravierenden Ausnahme: Was Polizisten beruflich treiben, interessierte Schriftsteller schon immer. ...

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Studentenzeitung Mainz/Wiesbaden vom 1.10.2005

Die erste Leiche vergisst man nicht

von Ingo Bartsch

Sollte man beim nächsten Tabuspiel schwitzend da sitzen und den Begriff "Polizisten" erklären müssen, ohne die Wörter "tatütata" und "Schimanski" verwenden zu dürfen, so sei hier kundgetan, dass man demnächst auf die Denkanstöße "Dichter" und "Autoren" zurückgreifen kann. Denn ein paar schreibenden Gesetzeshütern ist der Durchbruch auf dem Büchermarkt gelungen, kaum zu glauben, das Spannungsverhältnis "harter Bulle" - "sanfter Poet" hat sich wohl selbst überlebt.
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Artikel in der Nürnberger Abendzeitung vom 01.10.2005

Zwischen Job und Gefühl

Polizei-Alltag ganz anders im Buch „Die erste Leiche vergisst man nicht“
von Andrea Uhrig


Eigentlich ist Elmar Heer meistens mit seinem Schäferhund Bux unterwegs, sucht nach Drogenverstecken, fahndet nach Einbrechern oder Vermissten. Doch im Moment ist der Nürnberger Oberkommissar noch in ganz anderen Dingen gefordert. Er muss Autogramme schreiben. Eher zufällig wurde der 47-jährige mit dem Internet Projekt Polizei-Poeten zum gefragten Autoren. Jetzt wurde das erste Buch veröffentlicht. Darin erzählen Beamte davon, was der oft zermürbende Berufsalltag mit sich bringt. „Die erste Leiche vergisst man nicht“ (erschienen im Piper-Verlag, 8,90 Euro) scheint ein Bestseller zu werden.
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Artikel in den Lübecker Nachrichten vom 18.09.2005

Polizisten schreiben über schreckliche Erlebnisse im Dienst

Zwei Beamte aus dem Kreis gehören zu einer bundesweit aktiven Gruppe von "Polizei-Poeten", die aus persönlicher Sicht Eindrücke aus ungewöhnlichen Einsätzen schildern

Ratzeburg/Geesthacht - Im Dienst bei der Polizei sorgen Peter Willers von der Arbeitsgruppe Jugend der Geesthachter Polizei und Eckhard Schröder von der Ratzeburger Kripo für Recht und Ordnung. Privat gehören die Beamten zur Gruppe von Polizei-Poeten, die voller Gefühle Eindrücke von ihren beruflichen Einsätzen schildern. Im neuen Taschenbuch "Die erste Leiche vergisst man nicht" (Piper-Verlag, München) berichten Schröder und Willers mit 28 Kollegen über besondere Ereignisse aus dem Polizeialltag. Vor allem Willers schildert in seiner Geschichte "Ein Sonntag im Februar des Jahres 1997" hautnah, wie dramatisch der Einsatz auf der Autobahn 24 war, bei dem ein Kollege getötet und einer schwer verletzt wurde. ...

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Artikel im Nordbayern Kurier vom 15.09.2005

Tatort Seele

Das Vorurteil, Polizisten seien harte Kerle ohne Sinn für Poesie, wird durch die Polizei-Poeten eindrucksvoll widerlegt. Sie fassen ihre teilweise tragischen Erfahrungen aus dem Polizeialltag in handlichen Kurzgeschichten zusammen und erzählen von ihren Gefühlen.


Der Aufruf dazu kam von Volker Uhl. Dieser hat 2002 das Forum www.polizei-poeten.de ins Leben gerufen, um Polizisten die Möglichkeit zu geben, ihre Erlebnisse durch das Aufschreiben besser zu verarbeiten. Das hat großen Anklang gefunden, und so hat Volker Uhl nun das Buch „Die erste Leiche vergisst man nicht“ (Piper-Verlag) herausgegeben.

Darin sind eben solche wahren Begebenheiten enthalten, die sich herzlich wenig als Gute-Nacht-Geschichten eignen. Dafür sind sie zu mitreißend, zu emotional und teilweise auch erschreckend. Es geht um all die unangenehmen Dinge im Berufsleben eines Polizisten, die der Bürger normalerweise so nicht wahrnimmt. Eine der unangenehmsten Aufgaben ist das Überbringen von Todesnachrichten. Genau davon handelt die Erzählung „Der schwerste Gang“ von Helmut Lukas, Leiter der Polizeiinspektion Neumarkt in der Oberpfalz.
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Artikel in der Stuttgarter Zeitung 15.09.2005:

Region Stuttgart

Über die Grautöne im Alltag der Grünröcke

LUDWIGSBURG. Polizisten sperren nicht nur Gauner ein, sondern sind im Alltag allzu häufig auch Gefangene ihrer selbst. Der Kripobeamte Volker Uhl hat jetzt ein Buch mit Erzählungen von Kollegen veröffentlicht - ein Manifest gegen den Verlust der Gefühle im deutschen Polizeiapparat.
Von Michael Ohnewald


Der wahre Tatort beginnt für Kommissar Bienzle neuerdings zu Hause im Lesesessel. Mit einem Taschenbuch in Händen sitzt er da und atmet tief durch, weil ihn das Geschriebene stärker berührt als die meisten Drehbücher. "Endlich Schluss mit dem Bullengetue", sagt er. Endlich mal Polizisten, die "nicht nur stark, hart und unbesiegbar sind, sondern mitfühlend, sensibel und menschlich".
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Artikel in der Berliner Morgenpost vom 01.09.05:

"Polizei-Poeten" im literarischen Einsatz

Brandenburger Beamter arbeitet als Buch-Autor

Von Axel Lier

Berlin - Die erste Leiche vergißt man nicht, heißt es unter Polizisten. Dabei ist der Umgang mit Toten nur ein Splitter aus dem Polizei-Alltag. Fast täglich werden die Beamten, die Dienst auf der Wache oder der Straße schieben, mit Unfällen, Raubdelikten, Suiziden, Schlägereien oder Diebstählen, mit brutalen Tätern und hilflosen Opfern konfrontiert. Wie gehen die Polizisten damit um, sich vorwiegend auf den Schattenseiten des Lebens zu bewegen? Einige, indem sie aufschreiben, was sie erleben - nicht fürs Protokoll, sondern fürs Publikum. ...

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Artikel im Spiegel am 20.06.05

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Artikel in der Bayerischen Staatszeitung vom 28.01.05

Die erste Leiche vergisst man nicht

Polizisten verarbeiten Erfahrungen in Form von Gedichten und Geschichten

"Man kann die Grausamkeit am Tatort förmlich riechen", erzählt Marion Inhuber, wenn sie über ihren Beruf als Kriminalpolizistin und "ihren" ersten Toten spricht. Und ihre erste Leiche bekam sie schnell zu sehen. Marion Inhuber war noch keine 72 Stunden bei der Kriminalpolizei, als sie zu drei Jugendlichen gerufen wurde, die sich selbst das Leben genommen hatte - das war vor 13 Jahren. "Ich sehe ihre Gesichter und Körper vor mir", schreibt Marion Inhuber heute über das Erlebte. Auch der unfassbare Schmerz in den Augen der Eltern hat sich ...

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Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 17.11.04:

Der Club der grünen Dichter

Im Internet verarbeiten Polizisten ihre Alltagserfahrungen in Gedichten und Geschichten - bald soll ein Buch daraus werden

Von Christine Schlembach

Die erste Leiche vergisst man nicht. Besonders dann nicht, wenn der Mensch, der da tot am Boden liegt, der Kaufmann aus dem Heimatdorf ist. Von dem man als Kind stets eine große Hand voll Bonbons geschenkt bekam. Diese Hand hatte nun die Garage luftdicht verschlossen und den Motor des Opels laufen lassen.
Gerade von der Polizeischule entlassen, hat Volker Uhl das erlebt. In den 18 Monaten Grundausbildung hat ihm keiner beigebracht, wie er in solchen Momenten seine Empfindungen in den Griff bekommen kann. Also schrieb er die Fakten für die Akten auf und vergrub das Gefühlschaos in seinem Innern.

Volker Uhl
Volker Uhl
Erst viele Jahre später schrieb Uhl das Erlebte für sich auf. Inzwischen ist er Kriminalhauptkommissar in Ludwigsburg, und die Liste der ersten Male ist länger geworden: der erste Raubüberfall, der erste Erhängte, der erste Mord. Ein Mann der seine Frau erschossen hat kann im Verhör vor Hass nur noch brüllen. Uhl schreibt Tage später: "Er musste erst zum Mörder werden, um jemanden zu finden, der ihm zehn Minuten lang zuhört."
Endlich hat der Beamte ein Ventil gefunden, Erlebtes zu verarbeiten; Kollegen taten es ihm nach. ...


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Artikel in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 26.04.04:

Spannende Literatur aus der Feder von Polizisten

Vier Beamte lesen aus ihren Werken - Plastische Schilderung der täglichen Arbeit

Von unserem Redaktionsmitglied Stefan Friedrich

Asperg - Der Sonntag vormittag gehörte im Asperger Glasperlenspiel den Kriminalisten. Polizeiarbeit trifft Poesie. Vier Polizisten stellten im Rahmen der 3. Ludwigsburger Kriminächte ausnahmsweise am Vormittag ihre literarischen Werke vor.

Von wegen: harte Polizeiarbeit und zarte Poesie schließen sich aus. Steffanie von Guaita, Ulrich Hefner, Maike Trautmann und Volker Uhl bewiesen im Glasperlenspiel das Gegenteil - ...


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Artikel in den Badischen Neuesten Nachrichten vom 27.01.04:

Nach Dienstschluß schreibt die Polizistin Romane

Stefanie von Guaita verarbeitet ihren harten Dienstalltag / Bücher spielen auch im Drogen- und Musicalmilieu

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Moos

Fischerbach. Ihr Großonkel war der Romantik-Dichter Clemens von Brentano, geboren wurde sie in dem Gebäude, in dem heute die Funkleitzentrale der Stuttgarter Polizei untergebracht ist: Für Stephanie von Guaita waren damit schon früh die beruflichen Weichen gestellt. Sie ging als eine der ersten Frauen in Baden-Württemberg zur Polizei und hat sich als Autorin einen Namen gemacht. Sechs Bücher hat sie bereits veröffentlicht.

"Blond – schön – Polizistin". So überschrieb ...

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Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 6.12.03:

Kriminalkommissar Uhl und der Club der ermittelnden Dichter

Von Michael Ohnewald

Wie ein Wirtschaftsfahnder aus Ludwigsburg auf poetische Weise gegen den Verlust der Gefühle im deutschen Polizeiapparat ankämpft

LUDWIGSBURG
Der Polizist, dein Freund und Helfer, zeigt ungern Gefühle. Nicht selten frisst er den seelischen Kummer nach traumatischen Einsätzen in sich hinein. Kriminalhauptkommissar Volker Uhl macht das anders. Er dichtet. ...

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Artikel in der RHEINPFALZ vom 2.12.03:

Buch schildert "Stück beispielhafte Polizeigeschichte"

Der Bremer Jurist Herbert Schäfer dokumentiert "Fall Schlosser" - Vorwort von Heiner Geißler - erschienen im Knecht-Verlag

Von unserem Mitarbeiter Günter Werner

"Die Beschreibung eines im Prinzip tagtäglich wiederholbaren verfassungsrechtlichen Kleindramas, das in der regsamen und an Ausländer gewöhnten Stadt Landau des Jahres 1993 anfiel" ist laut Autor Dr. Herbert Schäfer sein gestern vorgestelltes Buch "Die Bürde mit der Würde".

Der frühere Leiter des Landeskriminalamtes Bremen sagte bei der Präsentation des Werkes aus dem Landauer Knecht-Verlag, sein Buch schildere "ein Stück beispielhafte Polizeigeschichte am Ende des 20. Jahrhunderts, die zur Verfassungs- und Freiheitslegende der Polizei werden kann." ...

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Artikel in der Hohenloher Zeitung vom 21.8.03:

Von Matthias Stolla

Blicke unter blickdichte grüne Haut

Warum sehen so viele Menschen in der Polizei einen Gegner? Weil kaum jemand weiß, was in Polizisten vorgeht, meint ein Beamter aus Hohenlohe und hat deshalb die Polizei-Poeten gegründet.

Polizisten schreiben viel: über Mörder, Selbstmörder, Unfallopfer, Vergewaltiger. Fakten für die Akten. Für Gefühle oder Selbstzweifel ist in den Berichten kein Platz. Polizisten reden auch: mit Kollegen, Angehörigen und Freunden. Selten kommt zur Sprache, was die Beamten wirklich bewegt. ...


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* Aktuelles * (05.09.2010)
Termine:
29.10.2010

Neue Texte:
Umwege (G. Milke)
Spatzen (A. Kickert)
Szenen einer Nacht (R. Flieger)
Wandel (W. Schümchen)

Neue Autoren:


"Ich entschloß mich von dem Standpunkt meiner eigenen Erfahrungen zu schreiben, von dem was ich wusste und was ich fühlte. Und das war meine Rettung...

... Was ist Original? Alles was wir tun, alles was wir Denken existiert bereits und wir sind nur Vermittler. Das ist alles. Wir machen von dem Gebrauch was bereits in der Luft ist."
Henry Miller, aus einem Interview in den 60-iger Jahren

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