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(447)
Am 06.06.2009 um 15:47 Uhr schrieb Gerke Minrath aus Remagen (minrathg@aol.com):

Liebe Polizei-Poeten,

mein Bild von der Polizei war immer schon gut. Meine Meinung zu jenen, die ständig an Ihnen herumkritteln, weil es schick ist und auch irgendwie "total kritisch" wirkt, ist sehr klar – ich finde es negativ. Auf einer intellektuellen Ebene wusste ich auch immer, dass es eine verdammt gefährliche Arbeit ist, dass die Polizisten für uns ihren Kopf hinhalten, dass sie dabei sterben können.

Im Gefühl kam das erst richtig an, als ich dieses Jahr am 1. Mai in Berlin war - und zwar in Mitte und Kreuzberg... (Nicht besonders vernünftig, aber ich musste beruflich dort sein...)

Ich sah sehr viele Polizisten an jenem 1. Mai. Ich habe ihnen in die Augen gesehen und ich bin sehr sicher, bei mehr als einem Angst gesehen zu haben. Ich habe mir von Anhängern der Linken sehr zynische Sprüche dazu angehört – am Nachmittag des 1. Mai selbst und am Tag danach, als bekannt wurde, dass es 440 verletzte Polizisten gegeben hatte und sogar Mordanschläge mit brennbaren Flüssigkeiten. Das hat mich ziemlich wütend gemacht. Dem habe ich auch durchaus Ausdruck verliehen.

Die Vorwürfe, die Polizei sei aggressiv gewesen, halte ich für baren Unsinn. Die Menschen in Uniform, die ich gesehen hatte, waren nicht aggressiv gewesen. Im Gegenteil.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Polizei waren bisher rundherum gut – sei es bei Verkehrskontrollen, sei es, dass ich nach dem Weg fragen musste oder sei es, dass mir schnell geholfen werden musste.

Vielen Dank dafür!

Ich bin mit dem Bild aufgewachsen, dass die Polizei mein Freund und Helfer sei und als solcher hat sie sich auch immer wieder bewiesen, z. B. als ich mit 17 noch ohne Führerschein nach einer Karnevalsfete den letzten Zug nach Hause verpasst hatte und mich zwei Polizisten im Streifenwagen heimgefahren haben (die Nachbarn rätseln heute noch, was ich verbrochen habe…;o)). Auch als ich mit Mitte 20 von einem Betrunkenen bedroht wurde, der meine Wohnungstür aufbrechen wollte, weil er glaubte, sich seine Exfreundin, die vor mir dort gewohnt hatte, noch einmal vornehmen zu müssen, rief ich die Polizei. Keine zwei Minuten später war der Streifenwagen da, die Polizisten haben den Mann aus unserem Treppenhaus geholt und versucht heimzuschicken. Er wollte nicht, griff sie an und da haben sie ihn festgenommen. Sie haben sich in Gefahr begeben, damit ich das Problem los bin. Zu viele Menschen sehen das als selbstverständlich an, nur weil sie Steuern zahlen.

Als Studentin hatte ich viel Zeit und Anlass zum Demonstrieren, weil zu Beginn der 90er Jahre die ganzen rechtsradikalen Ausschreitungen stattfanden. Ich war jedes Mal sehr froh, dass der "Schwarze Block" sich raushielt. Die Polizisten, die unsere Demos bewacht haben, waren immer freundlich. Ich wäre damals niemals auf die Idee gekommen, die einzelnen Polizisten als Feinde anzusehen. Im Gegenteil habe ich mit ihnen meine Schokolade geteilt. Um wenigstens ein bisschen meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, dass sie uns vor den Neonazis beschützt haben, vor denen ich nicht schlecht Angst hatte.

Ich bin nicht einverstanden mit der zunehmend negativen Grundeinstellung gegenüber der Polizei in diesem Land. Wenn ich eine Ordnungswidrigkeit begehe und werde erwischt, ist das doch ausschließlich mein Fehler. Wieso müssen dann manche noch den Polizisten dumm kommen?

Seit ich vor ein paar Tagen über diese Homepage gestolpert bin, ist mir noch klarer als vorher, was Sie für einen tollen Job für dieses Land machen. Welchen Belastungen Sie ausgesetzt sind, die für uns Normalsterbliche kaum nachvollziehbar sind. Wie viel Kraft es kosten muss, sich tagtäglich in Gefahr zu begeben und sich dann auch noch beschimpfen zu lassen. Leider wird Ihr Einsatz viel zu wenig gewürdigt.

Machen Sie weiter so! Meinen Respekt und meinen Dank haben Sie!


Viele Grüße
Gerke Minrath



(446)
Am 16.05.2009 um 17:25 Uhr schrieb Christiane Neukirch aus München (Christiane.Neukirch@brnet.de):

Lieber Thomas, lieber Elmar, liebe Männer,

werdet bitte jetzt nicht alle plötzlich erwachsen! Wie wollt Ihr sonst im Ernstfall den Weltuntergng verhindern? Ohne Euren Spieltrieb stünden wir Frauen ganz schön auf dem Schlauch! Also, weiter so ...

Christiane (stellv. für die ernsthafte Hälfte der Menschheit)


(445)
Am 08.05.2009 um 18:04 Uhr schrieb Elmar Heer (elmarheer@t-online.de):

Hallo Thomas,



ich bin auch einer der Polizei-Poeten. Und ich muss zugeben, Du hast mich ertappt, erwischt, in flagranti sozusagen.

Beim Lesen Deiner neuen Geschichte "Erwachsen" musste ich laut lachen, denn Du hast ja so Recht!



Mit 44 habe ich den Motorradführerschein gemacht, gleichzeitig mit meinem Sohn. Und ich fahre heute noch - nur bei schönem Wetter natürlich.
Und ich stehe ich oftmals auf dem Acker und schaue fasziniert meinem ferngesteuerten Modellflieger beim Kreisen zu.

Mein erwachsener Sohn (27) hat inzwischen sein Motorrad und seinen Sportwagen wieder verkauft. Er fährt jetzt ein Vernunftsauto. Und ich vermute, er und meine Frau schauen mir manchmal milde lächelnd hinterher, wenn ich mit Fernsteuerung und Flieger bepackt wiedermal in Richtung Acker stapfe...



Ich freu mich drauf, wenn mein Sohn endlich nicht mehr so erwachsen ist. Vielleicht gucken wir ja dann eines Tages gemeinsam staunend in den Himmel.



Herzliche Grüße



Elmar Heer




(444)
Am 07.05.2009 um 22:30 Uhr schrieb Sabine Guhlke aus Aschersleben (Sabineg1710@aol.com):

Sehr geehrte schreibende Polizeibeamte und Leser dieses Forums,
heute sah ich, Sabine G., Aschersleben, 58 Jahre, Witwe, allein, im WDR einen Bericht dieses Forums und ich war sichtlich erfreut darüber.
In der heutigen Zeit ist es nicht so einfach, den richtigen Weg zu finden. Die einen müssen Überstunden machen, die anderen sitzen mit Hartz 4 zu Hause. So richtig glücklich sind wenige.Ich hab meinen Weg gefunden, hab nach 29 Jahren Büroarbeit umgeschult und mach nun rundum die Uhr immer 2 Wochen vom Monat Altenpflege in Frankfurt am Main.Nicht immer einfach, aber es gefällt mir, Menschen helfen zu können.
Ich finde es einfach wunderbar, dass sich Polizeibeamte durch das Schreiben wohler fühlen, das Schlechte des Tages damit abgeben und nicht auf/in ihrer Seele belassen.
Ich hatte vor 6 Jahren einen Traum. Ich gab einem KHK nach Feierabend den nötigen Halt und die Geborgenheit, die er braucht nach dem Stress des Tages. Seit dieser Zeit interessiert mich die Polizei und ich anerkenne mehr denn je die Arbeit der Polizei.
Ich möchte allen Polizeibeamten meinen Dank sagen für den Schutz und das Wohlergehen im weitesten Sinne unseres deutschen Volkes. Ich weiss, dass das nicht immer leicht ist.

Wäre ich jung, würde ich liebend gern ein Polizeibeamter werden....

Allen schreibenden und nicht schreibenden Menschen, die das hier lesen wünsche ich alles Gute.
In aller Herzlichkeit,
Sabine Guhlke


(443)
Am 07.05.2009 um 18:15 Uhr schrieb Oliver Haas aus 64354 Reinheim (haasoliver@t-online.de):

Tolle Bücher! Bin schon auf das nächste gespannt.Vor langer Zeit hat ein Polizist mir geholfen,als es mir schlecht ging,dieses Erlebnis und ihre Bücher haben meine Sichtweise auf die Areit der Polizei positiv gewandelt. Macht hoffentlich noch lange weiter so.


(442)
Am 05.05.2009 um 16:42 Uhr schrieb Manja Seifert aus Hartenstein (sv.seifert@t-online.de):

Liebe Polizei-Poeten, ich finde die Bücher klasse. Schön wäre, wenn sie auch vom polizeilichen Gegenüber gelesen werden, damit die sich endlich mal ein Bild davon machen, was die mit ihrem Verhalten anrichten können. Das sind wirklich bewegende Geschichten, die einem aus dem eigenen Berufsalltag so vertraut vorkommen. Vielleicht schreib ich ja auch mal ein Erlebnis nieder, was mich mitgenommen oder ewig lang nicht in Ruhe gelassen hat. Macht weiter so, eure Geschichten sind wichtig.
Liebe Grüße aus Sachsen.


(441)
Am 28.04.2009 um 16:54 Uhr schrieb Anna aus Stuttgart:

Liebe Polizeipoeten und Poetinnen!

Ich finde es wirklich gorßartig, was ihr hier zustande gebracht habt! Ich schätze die Arbeit von allen Polizisten und Polizistinnen sehr und spiele mit dem Gedanken den Beruf später auch zu ergreifen. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob ich dafür geschaffen bin, weil mich einiges ziemlich schnell aus der Bahn wirft. Auf jeden Fall finde ich das hier ganz toll!

Anna


(440)
Am 11.04.2009 um 00:52 Uhr schrieb sabine aus Oberndorf (ankaTamara@web.de):

Hallo an alle,
ich wusste erst gar nicht ob ich etwas scchreiben soll oder nicht aber dann hab ich mich doch entschlossen. Ich bin eher durch zufall auf diese seite geraten. mein freund ist vor einiger zeit gestorben(selbstmord)und da wollte ich mal schauen ob darüber etwas im internet steht und dadurch bin ich dann hierrauf gestoßen und habe festgestellt wie oft soetwas doch vorkommt und das es sicher für die polizei auch nicht einfach ist solche dinge zu sehen.


was ich noch sagen wollte kompliment hier gibt es sehr viele dinge zum lesen und es bewegt einen darüber nachzudenken!macht weiter so....

lg


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